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Zahnheilkunde 1. Dezember 2011

Warum ist Motivieren so schwierig?

Die Prävention von Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates ist an verschiedene konkrete Verhaltensweisen gebunden und impliziert damit auch vielfältige psychische Sachverhalte. Damit Verhaltensweisen die Grundlage für künftige Gesundheit bilden, müssen sie so früh wie möglich entwickelt werden, möglichst dann, wenn noch kein Risikoverhalten vorliegt und die Voraussetzungen für gesundheitsbezogenes Lernen bereits vorhanden sind. Somit kommt dem Kindesalter eine besondere Bedeutung zu. Alle gesundheitsförderlichen Aktivitäten in Kindheit und Jugend basieren auf Versuchen der Umwelt (Eltern, Erzieher, "powerful others"), eine extrinsische Motivation auch für zahngesundheitsförderliches Verhalten zu erreichen. Die Entwicklungsimpulse für ein intrinsisch motiviertes Verhalten sind allerdings bis zum Eintritt ins Jugendalter kaum zu erwarten. Wird diese Qualitätsstufe der intrinsischen Motivation dann nicht erreicht, bleibt das Individuum auch im Erwachsenenalter weiterhin auf externe Verstärkung angewiesen. Das HAPA-Modell des Gesundheitsverhaltens von Schwarzer (1992) zeigt Möglichkeiten auf, intrinsische Motivation über kognitive Persönlichkeitsmerkmale zu fördern und zu entwickeln. Es markiert gleichzeitig die Variablen, bei deren defizitärer bzw. ausbleibender Entwicklung das Motivieren erschwert wird oder misslingen muss. Damit könnte das HAPA-Modell bei der Überwindung von Schwierigkeiten der Entwicklung intrinsischer Motivation einen wichtigen Beitrag leisten.

Almut Makuch, Konrad Reschke, Stefan Rupf, 7/2011

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