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Prof. Christoph Hämmerle steht dem Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Universität Zürich vor und leitet dort die Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und zahnärztliche Materialkunde. Er ist zudem Präsident der Osteology
 
Zahnheilkunde 1. Februar 2011

Wissenschaft und Praxis vom Feinsten

Die internationalen Symposien der Osteology-Stiftung zum Thema Hart- und Weichgeweberegeneration glänzen mit erstklassigen Rednern und besonderen Tagungsorten.

In Cannes, der Stadt der Reichen und Schönen, spielt die Ästhetik seit jeher eine große Rolle. Vom 14. bis 16. April 2011 wird das nächste internationale Osteology-Symposium das Thema Ästhetik von einer weiteren Seite beleuchten und regenerative Therapien mit ihren heutigen Möglichkeiten und Grenzen präsentieren.

 

Der Vorkongress am Donnerstag steht ganz im Zeichen der Praxis: In Workshops können die Teilnehmenden regenerative Behandlungsmethoden praxisnah diskutieren und trainieren. Das wissenschaftliche Hauptprogramm am Freitag und Samstag zeigt, welche Therapien heute State of the Art und mit klinischer Evidenz unterlegt sind, wie Risikofaktoren beurteilt und Komplikationen behandelt werden.

Prof. Christoph Hämmerle ist international anerkannter Wissenschaftler und Referent sowie Präsident der Osteology-Stiftung. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt in der Knochen- und Weichgeweberegeneration um Implantate. Im Interview spricht Hämmerle über die Schwerpunkte und weitere Aktivitäten der Stiftung, die 2003 von Dr. Peter Geistlich und dem Schweizer Unternehmen Geistlich Pharma AG gegründet wurde.

 

Im April findet wieder ein internationales Osteology-Symposium statt. Stellen die Symposien die Hauptaktivität der Stiftung dar?

HÄMMERLE: Die Symposien sind sicher eine der Kernaufgaben der Stiftung. Gemäß ihrem Stiftungszweck fördert die Osteology-Stiftung die Forschung, Ausbildung und Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie im Bereich der Knochen- und Weichgewebsregeneration. Die Osteology-Symposien erfüllen alle drei genannten Aufgaben: Sie bieten für Praktiker wie auch Wissenschaftler Fortbildung auf hohem Niveau. Gleichzeitig werden auf den Symposien Ergebnisse neuer Studien sowie Trends vorgestellt, die anderen Wissenschaftlern als Basis und Inspiration für ihre weitere Forschungsarbeit dienen. Schließlich ermöglicht die Symposienreihe einen regelmäßigen Kontakt und Austausch zwischen Wissenschaftlern, Praktikern und der Industrie. Neben den Symposien gibt es natürlich noch eine Reihe weiterer Aktivitäten zur Erfüllung des Stiftungszwecks.

 

Welches sind diese Aktivitäten?

HÄMMERLE: Eine wichtige Aufgabe der Stiftung ist die finanzielle Förderung wissenschaftlicher Studien. Seit ihrer Gründung 2003 hat die Stiftung 303 Projekte aus 38 Ländern evaluiert und hieraus die besten finanziell gefördert. Viele der Studienergebnisse sind bereits in anerkannten Zeitschriften publiziert oder werden auf den Osteology-Symposien vorgestellt. Um noch mehr interessante Projekte fördern zu können, haben wir kürzlich den Antragsprozess umgestellt. Statt nur eines Stichtages gibt es nun zwei Termine pro Jahr, zu denen Förderanträge an die Stiftung gestellt werden können. Um das Angebot für die Antragsteller weiter zu verbessern, haben wir eine Plattform eingerichtet, mit der man die Studienanträge online bei der Osteology-Stiftung einreichen kann. Zudem wird die Stiftung in Kürze die Osteology Research Academy ins Leben rufen, welche die Qualität der Forschung und die evidenzbasierte Zahnmedizin fördern wird.

 

Welche Möglichkeiten bietet die Research Academy?

HÄMMERLE: Die Osteology Research Academy richtet sich an Wissenschaftler und Kliniker aus der ganzen Welt und bietet theoretische wie auch praktische Fortbildung in wissenschaftlichen Techniken. Das Kurssystem ist modular aufgebaut. Junge Forscher können Basiskurse besuchen, erfahrene Wissenschaftler können ihr Wissen zu spezifischen Methoden oder Forschungsbereichen vertiefen. Die Kurse werden vom Curriculum-Komitee der Stiftung sorgfältig ausgewählt und konzipiert, um alle Erwartungen der Teilnehmer zu erfüllen und einen optimalen Lernerfolg zu garantieren. Die Referenten und Ausbilder sind ausgewiesene Experten aus dem Osteology-Forschungsnetzwerk sowie externe Partner anerkannter Institutionen.

 

Apropos Netzwerk: Ist in Zukunft eine Erweiterung der Osteology-Stiftung geplant?

HÄMMERLE: Die Stiftung hat gerade das Osteology Expert Council gegründet – eine noch kleine Gruppe von anerkannten Wissenschaftlern. Das Expert Council soll zu einem großen, internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern und Klinikern mit hoher Expertise in regenerativen Therapien werden. Das kombinierte Wissen und die Erfahrung dieser Experten werden die Basis für die Neuentwicklung klinischer Konzepte, für hochwertige Fortbildung sowie für die Erstellung wissenschaftlicher und klinischer Forschungs- und Therapierichtlinien sein.

Daneben organisiert die Stiftung seit einigen Jahren regelmäßige „Expert Meetings“ zu einem aktuellen Thema mit Experten unterschiedlichster Fachrichtungen. Diese interdisziplinären Diskussionen im kleinen Kreis ermöglichen den einmaligen Austausch von Know-how und haben schon öfter den Startpunkt für neue Forschungskooperationen gebildet.

Ein wichtiges Standbein der Stiftungsaktivitäten aber bleiben natürlich die Osteology-Symposien. Sie bieten Weiterbildung in Wissenschaft und Praxis auf höchstem Niveau und in einmaliger Atmosphäre. Auch das nächste internationale Osteology-Symposium in Cannes wird die hohen Erwartungen der Teilnehmer ganz bestimmt erfüllen. Dieses Symposium sollte man auf keinen Fall verpassen!

 

Das Gespräch führte Dr. Birgit Wenz, Luzern

 

 www.osteology.org

  • Kritische Betrachtung der GBR bei Implantat-Patienten I
  • Kritische Betrachtung der GBR bei Implantat-Patienten II
  • Klinisches Forum
  • Klinische Evidenz der GTR zur Verbesserung der Langzeitprognose der Zähne
  • Ätiologie, Diagnose und Therapie bei periimplantären Erkrankungen
  • Osteology Research Session
  • Verbesserung der Weichgewebeästhetik in der Zahnumgebung
  • Verbesserung der Weichgewebeästhetik in der Implantatumgebung
  • Zukünftige Entwicklungen in der Weichgewebeaugmentation
  • Methoden zur Sinusbodenelevation
  • Chirurgisches Vorgehen bei komplexen Fällen
  • Mehr Informationen unter www.osteology-cannes.org
Osteology in Cannes – die Themen

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