zur Navigation zum Inhalt
 
Zahnheilkunde 1. Dezember 2010

Schmerzlokalisierung bei CMD-Patienten mit modifiziertem Schmerzfragebogen*

Für eine zielgerichtete Therapie der kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) müssen deren potenzielle Auslöser spezifiziert und reproduzierbar diagnostiziert werden. Die Auslöser können entweder direkt im Kauorgan liegen oder mit einer Dekompensation der Körperstatik, einem Trauma oder einer systemischen Erkrankung einhergehen. Ziel der vorliegenden Pilotstudie ist es zu klären, ob auslösende Faktoren für eine CMD anhand eines modifizierten Schmerzfragebogens mit Schmerzlokalisierungszonen und numerischer Ratingskala (SL-NRS) zu erkennen sind und ob zwischen Haupt- und Nebenbeschwerden unterschieden werden kann. Anhand von Schmerzskalen wurden bei 103 Patienten mit CMD das allgemeine Schmerzempfinden sowie Schmerzen in 12 Körperregionen erfragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen signifikant (p < 0,0001), dass Schmerz nicht homogen wahrgenommen wird und Patienten den Primärschmerz spezifischen Körperregionen zuordnen konnten. Die erneute Abfrage der Schmerzintensität nach manueller Therapie im Kopf- und Kieferbereich zeigt ebenfalls signifikant positive Veränderungen (gepaarter t-Test; p < 0,0001). Der Vorteil liegt in der Lokalisierung und Dokumentation von Schmerz und der Differenzierung, ob eine Schmerzursache unmittelbar im Kauorgan oder z. B. aufgrund einer Dekompensation in der Körperstatik zu finden ist.

W. Stelzenmüller, M. Griessmair, A. Čelar, 7/8/2010

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben