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Abb. 1: Die Broschüre kann auf der Website der Zahnärztekammer Niederösterreichs heruntergeladen sowie in gedruckter Form bestellt werden.

Abb. 2: Fotowettbewerb im „Land des Lächelns“ Niederösterreich: Karte einfach vor den Mund halten, lächeln und ein Foto machen!

Abb. 3: In der Broschüre für niederösterreichische Zahnärzte wird insbesondere auf den reibungslosen Ablauf in der Praxis eingegangen.

Foto: Zahnärztekammer NÖ / www.foto-hoefinger.at

MR DDr. Hannes Gruber Präsident der Niederösterreichischen Zahnärztekammer

 
Zahnheilkunde 5. November 2010

Der Hausarzt für die Zähne

Land des Lächelns: Eine aktuelle Umfrage stellt Niederösterreichs Zahnärzten ein hervorragendes Zeugnis aus.

„Mit einem Lächeln zum Zahnarzt“ – unter diesem Motto stellt die Zahnärztekammer Niederösterreich ihre neue Offensive. Im Mittelpunkt stehen Wohnortnähe, Service sowie Gesundheit und Schönheit der Zähne.

 

„Wenn die Leute Zahnärztekammer hören, stellen sie sich etwas Verstaubtes vor“, so launig leitete der Präsident der Niederösterreichischen Zahnärztekammer, MR DDr. Hannes Gruber, die Pressekonferenz zur neuen Serviceinitiative „NÖ – Land des Lächelns“ am 20. Oktober 2010 in St. Pölten ein. Mit einer Serviceoffensive möchte die Zahnärztekammer diesem „verstaubten Image“ nun entgegentreten: „Wir wollen mit unserem neuen Programm die Bedeutung der Zahngesundheit vertiefen und den Servicecharakter der niederösterreichischen Zahnärzte stärken.“

Die Ausgangslage für das neue Programm scheint hervorragend zu sein: Eine von Oekonsult durchgeführte Umfrage unter 681 Niederösterreicherinnen und Österreichern ergab einen Notendurchschnitt von 1,4 in punkto Zufriedenheit mit dem eigenen Zahnarzt: 80 Prozent der Befragten haben ihren Zahnarzt in den vergangenen fünf Jahren nicht gewechselt. „Und für lediglich elf Prozent der Befragten ist eine Zahnbehandlung im benachbarten Ungarn vorstellbar“, sagte Joshi M. A. Schillhab, Managing Director der Oekonsult Communication & Consulting. Im Gegenteil: Es wurden nämlich auch 281 potenzielle Patienten in Ungarn in die Umfrage miteinbezogen. Und von denen gab immerhin jeder Zweite an, für eine Zahnbehandlung gerne nach Österreich kommen zu wollen.

Eine „schlechte Behandlung“ jener Patienten, die in Ungarn Zahnbehandlungen durchführen ließen und danach wegen Problemen ihren österreichischen Zahnarzt aufsuchen, haben die Betroffenen übrigens nicht zu gewärtigen: „Sogenannte Rückkehrer werden ohne Ressentiments wieder aufgefangen“, so DDr. Ronald Palman, Finanzreferent der Landeszahnärztekammer NÖ.

Für den Präsidenten der Zahnärztekammer Niederösterreich sollen vor allem der Servicecharakter, die Wohnortnähe und die Soforthilfe im Notfall in der Öffentlichkeit stärker verankert werden – „der Zahnarzt ist der Hausarzt für die Zähne“, betont Gruber.

Charmeoffensive

Die Patientenbefragung mit den erfreulichen Ergebnissen bildet die Grundlage der neuen Serviceoffensive der niederösterreichischen Zahnärzte. Um „NÖ – das Land des Lächelns“ der Bevölkerung näher zu bringen, wurde in einem ersten Schritt eine Broschüre erarbeitet, die den Titel „Das Erfolgslächeln“ trägt und für Menschen im Berufsleben konzipiert wurde (siehe Abb. 1). Der Folder stellt kiefer- und zahnkos- metische Maßnahmen für mehr Erfolg im Beruf in den Mittelpunkt. Außerdem finden sich darin Tipps für weißere Zähne. „Ein strahlendes Lächeln garantiert noch keinen Job“, sagte Dr. Johanna Fitz, Managing Partner beim Personalberatungsunternehmen Eblinger & Partner, „aber es ist eine charmante Eintrittskarte.“

Die informative Broschüre kann demnächst auf der Website der Zahnärztekammer Niederösterreichs unter www.noezz.at, heruntergeladen sowie in gedruckter Form bestellt werden, um sie dann auch den Patienten kostenlos zur Verfügung stellen zu können.

Um der Aktion „NÖ – das Land des Lächelns“ auch ein Gesicht – oder, besser gesagt, ein Lächeln zu verleihen –, startete Mitte Oktober 2010 der Fotowettbewerb „Wer hat das schönste Lächeln Niederösterreichs?“ Alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sind eingeladen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Auf der Hompage www.noezz.at können Karten heruntergeladen werden, die die Umrisse des Bundeslandes Niederösterreichs zeigen (siehe Abb. 2). „Diese Karte einfach vor den Mund halten, lächeln und ein Foto machen“, beschreibt Ronald Palman die Bedingungen für den Bewerb. Einsendeschluss für den Fotowettbewerb ist der 28. Februar 2011. „Der Preisträger oder die Preisträgerin mit dem schönsten Lächeln Niederösterreichs wird in einer Diskothek gekürt werden“, so Palman.

Comic für Kids

Auch an die Zielgruppe Kinder wurde in der Offensive der Zahnärztekammer Niederösterreich gedacht. In Planung ist deshalb ein Comic, in dem über die Wichtigkeit von Zahngesundheit informiert wird. Schon seit 2001 setzt sich die Zahnärztekammer Niederösterreich intensiv für die Zahngesundheit von Kindern ein. „Mit dem Programm ‚Apollonia 2020‘ sollen alle Kinder in Kindergärten, Volks- und Sonderschulen die Eckpunkte der Zahngesundheit erlernen. Dazu suchen eigens ausgebildete Zahngesundheitserzieherinnen jede Schule und jeden Kindergarten in Niederösterreich mindestens zweimal jährlich auf und vermitteln grundlegende Kenntnisse über den Aufbau der Zähne, die Ursachen von Karies und die richtige Putztechnik.

 

Ziel der Aktion ist die Erreichung der WHO-Ziele 2020:

  1. 80 Prozent der sechsjährigen Kinder sollen kariesfrei sein.
  2. Bei den Zwölfjährigen soll der dmft*-Index unter 1,5 liegen.
  3. 18-Jährige sollen aufgrund von Karies keine Zähne verloren haben.

 

Benannt ist das Projekt übrigens nach der Heiligen Apollonia – der Schutzpatronin der Zahnärzte. Weitere Informationen dazu können unter www. apollonia2020.at bezogen werden.

Ratgeber für Zahnärzte

Unter dem Titel „Wie bringe ich meine Patienten zum Lächeln?“ hat die NÖ Zahnärztekammer auch eine Broschüre für ihre Mitglieder erarbeitet (siehe Abb. 3). Darin wird insbesondere auf den reibungslosen Ablauf in der Praxis eingegangen: „Denn auch wenn die Zustimmung der befragten Patienten für ihre Zahnärzte sehr hoch war – einige Schwachpunkte wurden dennoch kritisiert“, erläuterte Joshi M. A. Schillhab von Oekonsult: „Besonders herausgestellt wurden dabei lange Wartezeiten und unfreundliches Ordinationspersonal.“

In der übersichtlichen Broschüre, die ebenfalls auf www.noezz.at heruntergeladen und bestellt werden kann, erhalten Zahnärzte Tipps, wie die Wartezeiten verkürzt, die Patientenbindung und die Zufriedenheit der Praxismitarbeiterinnen verbessert werden kann.

Zahnarztumfrage

Um auch die Zufriedenheit und Bedürfnisse der niederösterreichischen Zahnärzte zu erfassen, wurde neben der Patientenumfrage auch eine Vollbefragung aller 675 Zahnärzte Niederösterreichs durch die Oekonsult gestartet. Diese Befragung läuft noch. Die Ergebnisse sollen bis zum Jahresende 2010 vorliegen.

 

* dmft: decayed (kariös), missed (verloren), filled teeth (plombierte Zähne)

Von Sabine Fisch, Zahnarzt 11 /2010

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