zur Navigation zum Inhalt
 
Zahnheilkunde 4. November 2010

Welche Therapie ist effizient?

Periimplantitis

Studienziel war, die effektivsten Eingriffe zur Behandlung einer Periimplantitis an osseointegrierten Zahnimplantaten zu identifizieren. Einbezogen wurden alle RCTs, welche Medikamente oder Eingriffe zur Behandlung einer Periimplantitis verglichen.

Schlussfolgerung: Die Verwendung lokaler Antibiotika zusätzlich zum manuellen subgingivalen Debridement wurde mit einer zusätzlichen Verbesserung des PAL und PPD von 0,6 mm über eine viermonatige Dauer bei Patienten assoziiert, die von einer schweren Form der Periimplantitis betroffen waren. Nach vier Jahren waren ein verbessertes PAL und eine verbesserte PPD von etwa 1,4 mm durch die Verwendung von Bio-Oss mit resorbierbaren Barrieren im Vergleich zu Nanocrystalin-Hydroxyapatith bei periimplantären, infraknöchernen Schäden festzustellen. Bei vier Studien schien die Kontrolltherapie, die grundsätzlich aus einem einfachen subgingivalen, mechanischen Debridement bestand, ausreichend zu sein, um ähnliche Ergebnisse wie die der komplexeren und teureren Therapien zu erzielen. Die Nachuntersuchung zeigte die Wiederkehr der Periimplantitis bei bis zu 100 Prozent der behandelten Fälle. Die Studiengrößen waren sehr klein und die Nachuntersuchung zu kurz, daher müssen diese Befunde mit größer Vorsicht berücksichtigt werden. Benötigt werden größere, gut konzipierte RCTs mit einer Nachuntersuchung von länger als einem Jahr.

Quelle: Esposito M, Grusovin MG, Tzanetea E, Piattelli A, Worthington HV. The University of Manchester, UK; Cochrane Database of Systematic Reviews 2010, (6). Art.No.:CD004970

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben