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Foto: photos.com
Tabakrauchen begünstigt pathogenes Milieu.
 
Zahnheilkunde 30. September 2010

Gute Keime nehmen zu

Rauchstopp kann schädliche Bakterien minimieren und gesunde ergänzen.

Patienten mit chronischer Zahnfleischentzündung, die mit dem Rauchen aufhören und zusätzlich eine nicht chirurgische Behandlung durchführen, zeigen nicht nur eine geringere Menge an schädlichen oralen Pathogenen, sondern auch eine Zunahme von gesundheitsassoziierten Bakterien. Das berichten Forscher der Ohio State University, USA, und Newcastle University, Großbritannien, in der Juliausgabe des Journal of Clinical Microbiology. Es ist bekannt, dass orale Bakterien eine wichtige Rolle beim Ursprung der chronischen Zahnfleischentzündung spielen und Tabakrauchen zum pathogenen Milieu beiträgt. Zur Bestimmung des Effekts des Nikotinverzichts auf ausgewählte orale Bakterien starteten die Forscher eine Langzeitstudie, bei der am Anfang Plaqueproben von 22 Rauchern gesammelt wurden. Zwölf Wochen nach nicht operativer Parodontalbehandlung wurden von den 22 Teilnehmern noch einmal Proben genommen, elf hatten aufgehört und elf rauchten weiterhin. Die Ergebnisse bei den neuen Nichtrauchern zeigten abnehmende Level bei verschiedenen bakteriellen Pathogenen ebenso wie einen Anstieg bei gesundheitsassoziierten Bakterien. Das subgingivale Mikrobiom wurde von einer größeren Anzahl gesundheitsassoziierter Spezies neu besiedelt. Zudem konnte eine signifikant niedrigere Häufigkeit und Menge von mutmaßlich parodontalen Pathogenen festgestellt werden, so die Forscher.

Quelle: Journal of Clinical Microbiology, July 2010, p. 2344–2349, Vol. 48, No. 7

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