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Foto: photos.com
Neuer Lack soll schmerzfreien Genuss ermöglichen.
 
Zahnheilkunde 30. September 2010

Formel gegen empfindliche Zähne

Hypersensibilität

Forscher des NYU College of Dentistry haben einen vielversprechenden neuen Ansatz zur Behandlung von Überempfindlichkeit der Zähne identifiziert.

Wenn offene Tubuli in Kontakt mit kalten, heißen oder sauren Substanzen kommen, werden schmerzhafte Reize an die Zahnnerven übertragen. Typischerweise wird Hypersensibilität durch orale Bakterien verursacht, die sich an der Zahnoberfläche anlagern und einen sauren Rückstand von Zahnstein und Plaque hinterlassen. Die meisten Zahnpasten, Schutzstreifen und andere Behandlungen zur Überempfindlichkeit der Zähne verwenden Kaliumoxalat, um die Tubuli zu schließen. Aber Kaliumoxalat kann einer Wiederholung der Hypersensibilität der Zähne nicht vorbeugen, da es sehr anfällig auf Effekte der Säure von Zahnstein, Plaque, Zitrusgetränken und anderen Flüssigkeiten ist. In der Studie der New York University (NYU) wurde ein Lack aus Fluorid und Zinkionen in einer Kalziumphosphat-Matrix entwickelt, der die Schäden der Tubuli umkehren soll. Die Beschichtung schließt nicht nur die offenen Tubuli, sondern hindert das Bakterium Streptokokkus mutans an weiteren Schäden. Die Forscher verglichen zwei Gruppen von Dentinproben, die 24 Stunden in einer Lösung mit Streptokokkus mutans getaucht waren. Eine Gruppe wurde mit der Kalziumphosphat/Fluorid/Zink-Rezeptur acht Minuten lang behandelt, während die zweite Gruppe keine Behandlung erhielt. Die behandelte Gruppe hatte signifikant weniger offene Tubuli als die unbehandelte. Da die Kalzium-, Phosphat- und Fluoridionen die offenen Dentintubuli verschlossen und Zinkionen Bakterienwachstum und -ansiedelung behinderten, könnte diese Formel eine Behandlung der Hypersensibilität der Zähne darstellen, die weniger anfällig auf Effekte der Säure ist als Behandlungen mit Kaliumoxalat. Die Erkenntnisse wurden am 17. Juli auf dem 2010 Annual Meeting of the International Association for Dental Research in Barcelona, Spanien, präsentiert.

Quelle: http://iadr.confex.com/iadr/2010barce/webprogram/Paper139847.html

zahn-online/AF, Zahnarzt 10 /2010

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