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Foto: Colgate-Palmolive Gesellschaft m.b.H/APA-Fotoservice/Ehm
Im Bild v.l.n.r.: Reinhard Möseneder, General Manager Colgate Palmolive GmbH, Alois Stöger, Bundesminister für Gesundheit, Dr. Wolfgang Müller, Zahnärztekammer Österreich.
 
Zahnheilkunde 31. August 2010

Monat der Mundgesundheit

„Mach mit! Österreich wird kariesfrei“ lautet das Motto des Monats der Mundgesundheit.

Anlässlich des Monats der Mundgesundheit, der in Österreich alljährlich im September begangen wird, stellten Zahnärztekammer, Gesundheitsministerium und Colgate die Ergebnisse einer GfK-Online-Umfrage vor. In der Alpenrepublik liegt weiterhin die Handzahnbürste vorne – mit einem Verbrauch von zwei Stück pro Jahr wird diese allerdings viel zu selten gewechselt.

 

Partner der Aktion „Mach mit! Österreich wird kariesfrei“ im Monat der Mundgesundheit, der heuer zum siebten Mal ausgerufen wurde, sind das Bundesministerium für Gesundheit, die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie, die Österreichische Zahnärztekammer und rund 3.000 heimische Zahnärzte. 2.000 Personen ab 15 Jahren wurden im Rahmen der Internet-Untersuchung zu ihren Zahnputzgewohnheiten befragt, deren Ergebnisse von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), Wolfgang Müller, Prophylaxereferent der österreichischen Zahnärztekammer, und Colgate Palmolive General Manager Reinhard Möseneder im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt wurde.

Handzahnbürste liegt vorne

Mehr als die Hälfte der Befragten gab demnach an, ausschließlich oder überwiegend die herkömmliche Bürste heranzuziehen, mehr als ein Drittel (37 Prozent) putzt nur mit der Elektrobürste. 65 Prozent verwen-den Borsten mittlerer Stärke, nur 17 Prozent die von Fachleuten empfohlenen weichen. Meist abgeraten wird vom Gebrauch harter Bürsten, die elf Prozent bevorzugen. Sie bringen nicht nur keine gründlicheren Ergebnisse, sondern schaden oft mehr als sie nützen, weil sie Zahnschmelz und -fleisch verletzen und irritieren können. Meist genügt in Sachen Borsten die weiche oder mittlere Stärke völlig, um eine gründliche Reinigung zu erzielen.

Experten empfehlen, sich am Motto „Jahreszeitenwechsel = Zahnbürstenwechsel“ zu orientieren und das Utensil mindestens viermal jährlich auszutauschen. Zahnbürsten sind ein Tummelplatz für Keime und Bakterien – die sich im feuchten Badezimmer besonders wohlfühlen und rasch noch zusätzlich vermehren. Nach Infektionskrankheiten sollte die Bürste auf jeden Fall entsorgt werden.

„Mundgesundheit ist ein wichtiges Gesundheitsziel“, betonte Stöger und verwies darauf, dass es „ganz, ganz wichtig“ sei, „mit wenigen Mitteln viel zu erreichen“. Gerade in Sachen Mundgesundheit sei dies durchaus möglich, und zwar mit Prävention und Information. Daher beginne man bereits bei den Ungeborenen: Schon in der Schwangerschaft wird Müttern der richtige Zugang zur Mundgesundheit vermittelt.

Bezüglich Mundgesundheit ist in Österreich ein West-Ost-Gefälle festzustellen, was auch mit dem besseren Ernährungsverhalten der Vorarlberger und Tiroler zu erklären ist. Tirol gilt in diesem Zusammenhang als Vorreiter, nicht zuletzt deshalb, weil dort das Mundgesundheits-Kompetenz-Center beheimatet ist.

 

Quelle: apa.at

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