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Zahnheilkunde 1. Juli 2010

Glatt zieht Keime an

Neue Erkenntnisse über Bakterien zur Verbesserung von Implantaten.

Forscher der australischen Swinburne University of Technology machten eine Entdeckung, die nachhaltig dazu beitragen könnte, die Erfolgsrate von Implantaten zu erhöhen und das Risiko bakterieller Infektionen in Krankenhäusern zu verringern.

Bis dato waren Wissenschaftler der Meinung, dass Bakterien leichter auf rauen Oberflächen haften. Diese Auffassung beruht auf der Theorie, dass mikroskopisch kleine Mulden vor Desinfektionsprozessen schützen. Einige Hersteller haben sogar nanoglatte Implantate produziert, um Bakterien keinen Schutz bei Sterilisationmaßnahmen zu gewähren. Mithilfe mikrobiologischer Analysetechniken und Untersuchungen mit nanoglattem Titan widerlegten die Swinburne Forscher, unter ihnen die Prof. Elena Ivanova, Mikrobiologin, und Prof. Russell Crawford, Oberflächenchemiker, diese Theorie. Die Forscher konnten zeigen, dass glatte Oberflächen einige problematische Bakterien stärker anziehen. Crawford: „Die Bakterien haften auf diesen Oberflächen, indem sie ein Sekret mit Zucker und Proteinen absondern.“

 

Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann

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