zur Navigation zum Inhalt
 
Zahnheilkunde 1. April 2010

Interdisziplinärer Therapieansatz bei diurnalem und/oder nocturnalem Bruxismus: eine Pilotstudie

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welchen Effekt ein interdisziplinärer Therapieansatz auf die Intensität und die Dauer der weitgehend autonomen Kaumuskelaktivität im Rahmen oraler Parafunktion hat. In jenen acht Patientenfällen, die Eingang in die hier vorgestellte Pilotstudie gefunden haben, ist von einer multifaktoriellen Ätiologie auszugehen. Additiv zur intraoralen nocturnalen Applikation einer Äquilibrierungsschiene für den Unterkiefer wurde das Therapieangebot im Sinne des biopsychosozialen Denk– und Therapieansatzes um jeweils zeitlich koordinierte und standardisierte Biofeedback-Trainingseinheiten sowie hypnotherapeutische Einzeltherapiesitzungen erweitert. Der zeitliche Rahmen umfasste in der Kernphase der Therapie, die drei Wochen betrug, je zwei Doppeleinheiten am Beginn und am Ende einer Behandlungswoche. Die zweistufige Reevaluation erfolgte jeweils nach drei und nach sechs Monaten mit einer standardisierten Konzeption. Die tägliche Tragedauer des Aufbissbehelfes war für die Schlafdauer vorgeschrieben. Durch die Studie konnte gezeigt werden, dass sowohl die Intensität als auch die Dauer der Bruxismusaktivität der PatientInnen im Sinne eines prä-post-Vergleiches deutlich reduziert werden konnte. Diese Ergebnisse blieben bis zur ersten Stufe der Reevaluation nach drei Monaten stabil (konstant), erreichten bis zur zweiten Stufe nach sechs Monaten eine weitere Reduktion, um anschließend mit alleiniger Applikation der Äquilibrierungsschiene in einer neuerlichen Zunahme aller gemessenen Parameter zu resultieren.

Adleff Elisabeth, Ruzicka Bernhard, Bijak Manfred, Schindler Thomas, 2/2010

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben