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Zahnheilkunde 1. Mai 2009

Interdisziplinäres Therapiekonzept bei unilateraler Lähmung der Kaumuskulatur: ein Fallbericht

Neurologische Komplikationen nach der chirurgischen Entfernung eines intrakraniellen Meningeoms im linken Sinus cavernosus werden in diesem Fallbericht demonstriert. Die Darstellung betrifft eine gesunde, jetzt 27 jährige Frau, welche eine linksseitige Gesichtsmuskelatrophie in Kombination mit Dysästhesie und Hypalgesie entwickelt hatte. Es werden die diagnostischen und therapeutischen Schritte im Detail dargestellt. Adäquate und funktionell orientierte diagnostische Verfahren sind Voraussetzung für die Erstellung eines individuellen Behandlungsplanes. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist gefordert, und zwar mit der klaren gemeinsamen Zielsetzung der Wiederherstellung der Funktionen des stomatognathen Systems. Muskuläre und neuronale Funktion sind Zielparameter der Therapie. Zusätzlich ist die in solchen dramatischen Situationen oft angeschlagene psychische Situation der Patienten zu berücksichtigen. Daher hat als zusätzliches Therapieziel der zahnärztlich funktionellen Maßnahmen auch die Verbesserung der psychischen Stabilität der Patientin zu gelten. Ein kapitulierendes und resignierendes Therapiekonzept ist nach dem Eintritt neurologischer Komplikationen, wie in diesem Fall beschrieben, nicht zielführend und sollte daher vermieden werden. Vielmehr ist ein aktives und vorausblickendes Behandlungskonzept notwendig, basierend auf den individuellen Befunden des betroffenen Patienten.

R. Slavicek, U. Reckewert, G. Slavicek, 3/2009

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