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Zahnheilkunde 1. April 2009

Okklusion im Schatten Evidenz basierter Medizin

Evidence based Medicine (EbM) wird als das Instrument angesehen, um medizinische und zahnmedizinische Entscheidungen nach bestem verfügbaren Wissen zu treffen. Wissenschaftliche Evidenz kann in verschiedenen hierarchischen Stufen vorliegen. Neben der wissenschaftlichen Evidenz wird jedoch EbM auch von der klinischen Expertise des behandelnden Arztes und von der Präferenz des informierten Patienten getragen. Die wissenschaftliche Literatur kommt häufig zu der Erkenntnis, dass bestimmte diagnostische und therapeutische Maßnahmen nicht durch EbM unterstützt werden. Dieser Artikel stellt zur Diskussion, dass klinische Entscheidungen auch dann zulässig sein müssen, wenn das externe wissenschaftliche Evidenz-Niveau niedrig ist. Die klinische Expertise des behandelnden Arztes und der informierte Patient sollten in der Lage sein, bei Kenntnis eines niedrigen wissenschaftlichen Evidenz-Niveaus trotzdem zu einer schlüssigen und dem wissenschaftlichen Wissensstand angepassten Therapieentscheidung zu gelangen. Jedenfalls ist zu verhindern, dass eine vielversprechende Therapie einem Patienten vorenthalten wird und dieser dadurch einen Nachteil davonträgt.

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