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Zahnheilkunde 1. Dezember 2009

Fallstudien zur Analyse des Kauens Teil 2: Spezielle Analysemöglichkeiten

Im Teil 1 dieser Artikelserie wurde beschrieben, welche grundsätzlichen Möglichkeiten bei der Analyse des menschlichen Kauens mit Hilfe der Condylographie bestehen. Dabei wurde anhand von exemplarischen Fallstudien gezeigt, dass deutliche individuelle Unterschiede bei der Analyse des menschlichen Kauzyklus mit Hilfe eines Standardnahrungsmodells und dem Einsatz einer Bewegungsaufzeichnung des Unterkiefers erkannt und beschrieben werden können. Auf der Basis der beschriebenen Fallserie scheint es ableitbar, dass Alter, Zahnstatus, Qualität der Okklusion und skelettale Relation einen modifizierenden Einfluss auf die Kaumuster des Individuums haben. Die Fähigkeit, Standardnahrung innerhalb einer bestimmten Zeit zu zerkauen, ist sehr unterschiedlich, und zeigt eine hohe Varianz. Die elektronische Aufzeichnung der Bewegung der Scharnierachse mit Hilfe der Condylographie bietet weiterführende Analysemöglichkeiten mit vertieftem Einblick in die Dynamik der Unterkieferbewegungen. Anhand der vorgestellten Daten von sechs Teilnehmern an diesen Fallstudien (3 männlich, 3 weiblich, Alter 17 bis 52 Jahre) werden die erweiterten Möglichkeiten zur Analyse des menschlichen Kauens mit Hilfe eines Standardnahrungsmodells und der Kiefergelenkbahnaufzeichnung dargestellt. In diesem Teil der Artikelserie wird das Zeit-Weg Diagramm und das Translation-Rotation-Diagramm detailiert beschrieben und der Nutzen bei der Auswertung der Kaubewegungen dargestellt. Auch bei diesen speziellen Funktionen der Condylographie sind die Unterschiede in den Kaufunktionen darstellbar, die sich bei den verschiedenen Teilnehmern an dieser Fallserie ergeben haben. Die Serie wird mit Teil 3 (Analyse der Höckerbewegungen während des menschlichen Kauens) fortgesetzt.

Gregor Slavicek, Mikhael Soykher, Heimo Gruber, Peter Siegl, Monika Oxtoby, 8/2009

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