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Zahnheilkunde 1. November 2008

Regionale Odontodysplasie – ein Fallbericht

Die regionale Odontodysplasie ist eine selten auftretende Störung der Entwicklung mesenchymaler und ektodermaler Strukturen der Zähne. Es sind mehr Mädchen als Buben und häufiger der Oberkiefer betroffen. Meist sind sowohl die erste wie auch die zweite Dentition dysplastisch. Typischerweise findet sich die Zahnmissbildung an mehreren Zähnen hintereinander, manchmal werden einzelne Zähne übersprungen. Die Zähne sind kleiner, zeigen vermehrte Grübchen und Furchen und haben häufig eine braune bis gelbliche Verfärbung. Röntgenologisch erkennt man ein großes Pulpenlumen mit einem dünnen Hartsubstanzmantel, das Wurzelwachstum ist verzögert, Schmelz und Dentin lassen sich kaum voneinander abgrenzen, die Radioopazität ist vermindert. Dies führte zum Namen ghost teeth. Die Ätiologie der wahrscheinlich nicht heriditären Erkrankung ist unbekannt. Diskutiert werden neben Traumen, Intoxikationen und Strahlenschädigung, lokale Virusinfektionen, vaskuläre Dysregulation, Störung der Neuralleistenzellwanderung und Mutationen. Die betroffenen Kinder sind zumeist erstmals wegen Schwellungen beim Zahnarzt vorstellig, da die dysplastischen, oft auch kariesfreien Zähne schon während des Durchbruchs zu Infektionen neigen. Die Behandlung solcher Patienten erstreckt sich über viele Jahre und erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Es wird ein Fall eines mittlerweile 3-jährigen Mädchens vorgestellt.

E. Oppolzer, M. Th. Rieger, A. Schedle, O. Riha, 7/2008

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