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Zahnheilkunde 1. Oktober 2008

Wärmeleitung von Titanimplantaten unter CO2-Laserbestrahlung in vitro

Die chirurgische Freilegung von zahnärztlichen Implantaten kann mittels Skalpell oder Stanze, aber auch blutungsarm a-traumatisch mittels CO2-Laser vorgenommen werden. Eine mögliche Überhitzung des periimplantären Knochengewebes ist zu vermeiden. Das Ziel dieser Arbeit war es, die thermische Belastung von Implantaten unter CO2-Laser Bestrahlung (Luxar CO2 20 SP Laser der Firma POLYMED, Glattbrugg, Schweiz) zu untersuchen. Es wurden Straumann® Implantate verwendet und mit continuous wave (cw), continuous wave mit superpuls (cw/sp) und pulse wave bestrahlt. Die Bestrahlungsleistung betrug 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Watt und die Bestrahlungszeiten 10, 20, 30 und 60 Sekunden. Im cw/sp Modus wie im cw Modus zeigten sich ähnliche Temperaturverläufe, jedoch wesentlich höhere Temperaturen als im pulsierten Modus. Bei der superpulsierten Bestrahlungsart erreichten die Implantate am schnellsten hohe Temperaturwerte, die je nach Bestrahlungsparametern zwischen +0,5 °C und + 41,10 °C lagen. Ab 20 Sekunden Bestrahlungszeit und einer Bestrahlungsleistung von 8 Watt konnte eine Temperaturerhöhung von mehr als +10 °C auf der Implantatoberfläche festgestellt werden. Implantatdurchmesser und -länge sowie die Einstellungsparameter des CO2-Lasers (Bestrahlungsleistung, Bestrahlungszeit und Bestrahlungsart) sind als wichtige Faktoren zu beachten, um eine risikofreie Implantatfreilegung durchführen zu können. Ohne Berücksichtigung dieser Faktoren ist das Risiko einer pathologischen Erwärmung des bestrahlten Implantates und damit des umliegenden Gewebes vorhanden, was einen Implantatverlust zur Folge haben könnte.

M. Linder, T. Nyffeler, J. T. Lambrecht, 6/2008

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