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Zahnheilkunde 1. Oktober 2008

Eine Literaturrecherche zur Eignung von Yttrium teilstabilisiertem tetragonalem polykristallinem Zirkondioxid als Titanersatz (Grad 4) in der zahnärztlichen Implantologie und deren zur Zeit realisierten technischen Umsetzungen vor dem Hintergrund erster e

Ziel dieser Arbeit soll es sein, die vorhandene Literatur nach wissenschaftlich belegten Fakten zum Werkstoff Zirkondioxid und dessen Einheilverhalten zu durchsuchen, um diese Erkenntnisse mit den ersten eigenen klinischen Erfahrungen mit "Z-Systems"-Implantaten korrelieren zu können, welche im klinischen Alltag eine erheblich höhere Verlustquote als die gängigen Titanimplantate (Grad 4) zeigen. Diese Resultate sind Folge zweier aus der Literatur bekannter Einflussfaktoren. Zum einen widersteht das Implantat-Knochen Interface aufgrund der Oberflächenstruktur des enossalen Anteils, sowie der Oberflächentopographie und -rauigkeit nur erheblich niedrigeren Ausdrehmomenten als die TiSLA Oberflächen der gängigen Titanimplantatsysteme, welches als der Messparameter für die Qualität des Osseointegrationsverbundes definiert wird. Zum anderen scheint die Wundbett-"ruhe" in der Einheilungsphase der prinzipiell ablaufenden "Fraktur"-Heilung aufgrund des einteiligen Bauprinzipes erheblich gestört, so dass in Kombination mit der Oberflächengestaltung ein unsicheres Osseointegrationsverhalten durch die erschwerten Bedingungen resultiert, mit entsprechend hoher Verlustquote. Allein der Prämolarenbereich scheint vor diesem Hintergrund in der gegenwärtigen Situation eine prognostizierbar sichere Einheilung zu gewährleisten. Im Frontzahnbereich bereitet die nicht vorhandene Abwinkelung des Aufbaus prothetische Versorgungsprobleme auch oder gerade im Bezug auf die Kronenfixation. Erst ein zweiteiliges Zirkondioxidimplantat mit geeigneter Oberflächenrauheit scheint in der Lage dieser herausragenden Hochleistungskeramik zum Durchbruch verhelfen zu können und wird daher dringend angemahnt.

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