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Zahnheilkunde 1. Mai 2008

Quantitative lichtinduzierte Fluoreszenz zur Bestimmung der Kariesaktivität

Die Abschätzung des Kariesrisikos ist trotz umfangreicher Forschung einzeitig noch nicht zufrieden stellend möglich. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Assoziation von Parametern der Kariesprävalenz/-aktivität mit den Messwerten der De- und Remineralisation einer artifiziellen Ätzung durch quantitative lichtinduzierte Fluoreszenz (QLF) in vivo zu überprüfen. In einer klinischen Procedere wurden bei 44 Kindern (Ø = 8,23 Jahre ± 1,45) an einem Milchzahn zwei artifizielle Demineralisationen, eine für eine min und die andere für vier min, mit 37%igem Ätzgel (Dentsply, De Trey GmbH/D) erzeugt. Diese wurden direkt nach der Ätzung und nach 24-stündiger Remineralisation mit einem QLF-Auswertungsprogramm quantifiziert. Außerdem wurden aktive kariöse Defekte, aktive Initialläsionen, der Approximale-Plaque-Index (API), der modifizierte Papillen-Blutungs-Index (PBI) und eine Fluoridanamnese aufgenommen. Die Werte für die Demineralisation (ΔQ1) und nach 24-stündiger Remineralisation (ΔQ2) korrelierten statistisch signifikant mit den altersjustierten deft-Werten (0,39 < r < 0,52; p < 0,001) und vor allem mit der Anzahl der aktiven Läsionen (0,42 < r < 0,59; p < 0,001). In einer multivariaten Komponentenanalyse waren diese Parameter annähernd identisch. Das vorgestellte Verfahren könnte damit einen interessanten Ansatz für die Einschätzung der Kariesaktivität an Patienten darstellen, was für die Kariesforschung von Interesse ist.

C. Meller, C. Berndt, A. Söhnel, C. Splieth, 3/2008

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