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Fotos (3): Nobel Biocare GmbH
Abb. 1: Stefan Holst beim Vortrag, im Hintergrund der NobelProcera Scanner.

Abb. 2: Schematische Darstellung des neuen NobelProcera™ System Scanners (Nobel Biocare, Zürich) basierend auf einer lichtoptischen Objekterfassung mittels konoskopischer Holographie.

Abb. 3: Ein wesentlicher Aspekt für den langfristigen Erfolg von Brückenkonstruktionen aus Oxidkeramik ist das Design und die Stärke der Verbindungselemente zwischen Brückenglied und Brückenanker. Neben der Kontrolle der Gesamtquerschnittfläche können die vertikale Höhe und die verbleibende Höhe für die Verblendkeramik leicht kontrolliert werden (NobelProcera™ Software).

 
Zahnheilkunde 2. April 2010

CAD/CAM - für klinische Flexibilität und Sicherheit

NobelProcera™ Roadshow in Salzburg und Wien

Im November 2009 besuchten rund 150 Implantologen, Zahnärzte und Zahntechniker die NobelProcera™ Roadshow in Salzburg und Wien, um sich über die neusten Innovationen in der CAD/CAM Technologie zu informieren. Dabei wurde auch das neue, optische NobelProcera™ CAD/CAM-System vorgestellt. Bei diesem zukunftsweisenden System sind insbesondere Flexibilität und Sicherheit für den Patienten, sowie die Optimierung der Prozessketten im zahntechnischen Labor von entscheidender Bedeutung.

Im Mittelpunkt der NobelProcera™ Roadshow in Salzburg und Wien stand der neue optische Scanner. PD Dr. Stefan Holst von der Universität Erlangen erläuterte die wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Vorteile des Systems aus klinischer, zahnärztlicher und zahntechnischer Sicht (Abb. 1). Der Scanner basiert auf der Technik der konoskopischen Holografie, einer hoch modernen und effizienten Technologie, die bereits in der Automobil- und Luftfahrtindustrie erfolgreich eingesetzt wird (Abb. 2). Damit lassen sich sowohl konventionelle Modelle, als auch Abformungen und Bissregistrate scannen. Der im Scan erzeugte virtuelle Datensatz ist die Grundlage für das Design der Komponenten, das mit Hilfe der neuartigen NobelProcera™ Software schnell und einfach erarbeitet wird. Auf Basis dieser Daten werden in einem von vier internationalen NobelProcera™ Produktionsstandorten das individuelle Modell und die Restauration in höchster Präzision industriell gefertigt.

Das NobelProcera™ System der Firma Nobel Biocare bietet heute ein umfassendes Produktportfolio modernster CAD/CAM Lösungen für jede klinische Situation im Praxisalltag. Dabei stehen eine Vielzahl an Materialien, zum Beispiel Oxidkeramiken wie Zirkoniumdioxid (ZrO2) und Aluminiumoxid (Al2O3), sowie Titan, Kunststoffe und Nichtedelmetalle (CoCr) zur Verfügung. Das Indikationsspektrum des NobelProcera™ Systems reicht dabei von der Einzelzahnkrone und mehrgliedrigen Brückenkonstruktionen auf natürlichen Pfeilerzähnen über individuelle Keramikabutments auf Implantaten, bis zu großspannigen zementierten oder verschraubten Suprakonstruktionen auf Implantaten. Während sich Titankon- struktionen, insbesondere als Steg- lösungen für herausnehmbare, implantatgetragene Suprakonstruktionen bewährt haben, stellen CAD/CAM gefertigte CoCr-Gerüste eine kostengün- stige Alternative zu konventionellen hochgoldhaltigen Legierungen dar.

Mit der NobelProcera™ Software kann nicht nur die optimale Form und Größe von Kronen und Brücken aus einer virtuellen „Zahnbibliothek“ heraus gestaltet, sondern auch auf der Grundlage eines Scans des Bissregistrates die okklusale Morphologie adaptiert an die Gegenbezahnung und vorhandenen Okklusionskontakte dargestellt und angepasst werden. Eine automatische „Cut-back“ Funktion reduziert in einem weiteren Schritt die virtuelle Restauration um den Betrag der späteren Verblendkeramik. Hierdurch ist eine ideale und homogene Verblend- keramikschichtstärke gewährleistet. Ein nicht weniger wichtiger und in der Vergangenheit in vielen Fällen nur schwer zu kontrollierender Aspekt für den klinischen Langzeiterfolg von Brückengerüsten ist die Form und Dimensionierung der Verbindungselemente (Konnektoren) zwischen Brückengliedern und Brückenankern (Abb. 3). So zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Gerüststrukturen nur bei ausreichender vertikaler Höhe und ausreichendem Querschnitt den Dauerbelastungen standhalten können. Ein zusätzlicher, den klinischen Langzeiterfolg der Verblendkeramik beeinflussender Faktor ist, dass scharfe Kanten und Übergänge vermieden werden sollten, um punktuelle Belastungsspitzen bei Krafteinleitung zu unterbinden. Auch diese Aspekte werden im NobelProcera™ System berücksichtigt und unterstützen den Anwender durch eine automatische Anpassung der Form bei Veränderungen in den Dimensionen. Die Softwareparameter werden kontinuierlich und regelmäßig an die aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst.

Die Nachfrage und das Interesse an der neuartigen NobelProcera™ Software und dem neuen Scanner war während der Roadshow überwältigend. „Wir wollen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigen, wie sie bei der prothetischen Versorgung durch das Zusammenspiel von Technologien, Materialien und Produkten auf Basis modernster 3-D-Designsoftware profitieren können“, sagte Gastgeber Michael T. Studer, Geschäftsführer Nobel Biocare Schweiz und Österreich. Die Veranstaltungen fanden am 26. November im geschichtsträchtigen Salzburger Gusswerk und am 27. November im modernen Ambiente der Wiener Remise statt.

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