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Abb.1: Patientin Frau K. (90) zu Beginn der Behandlung.

Abb. 2: Ein Bild aus früheren Tagen als wichtige Hilfe für den Zahntechniker, um die ursprüngliche Optik der Zähne zu rekonstruieren.

Abb. 3: Das Endprodukt: individuelle Zahnaufstellung nach Wunsch der Patientin.

Foto: Privat

ZT Michael Crepaz aus Faistenau bei Salzburg ist auf maßgefertigte Zahnprothesen spezialisiert. www.totalprothetik.com

 
Zahnheilkunde 2. März 2010

Zahnersatz, der hält, was er verspricht

Zahnlose Menschen möchten natürlich wirkende Zähne, mit denen sie auch beim Kauen gut zurecht kommen. Ein Anspruch, der durchaus berechtigt ist.

Richten wir in der Praxis ein Augenmerk auf so manche fehlerhaft und lieblos produzierten Zahnprothesen, erkennen wir die mangelnde Qualität des Zahnersatzes und die unangenehmen Folgen für Patienten.

 

Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten lassen sich Zahnärzte dazu verleiten, billigen Zahnersatz einzukaufen. Sei es bei Zahntechnikern hierzulande oder im benachbarten Ausland. Noch lukrativer die Angebote aus China oder Malaysia. Es gibt immer wieder jemanden, der noch billiger produziert.

Um bei dieser fragwürdigen Entwicklung mithalten zu können, greifen auch heimische Zahntechniker vermehrt auf Materialien und Arbeitsweisen zurück, die in der Kalkulation etwas mehr Freiraum versprechen. Hier geht es selten um den Versuch, einen größeren Gewinn zu erwirtschaften, sondern vielmehr darum wirtschaftlich überleben zu können. Eine Strategie, die zwar einige Zeit funktionieren mag, aber zu kurz greift. Gibt es doch schon zu viele Anbieter mit hinterfragenswürdiger Qualität. Der Dienst an der Ökonomie scheint leider auch im Gesundheitswesen selbstverständlich geworden zu sein. Allerorts gilt es, in kurzer Zeit und mit hoher Gewinnspanne möglichst viele Patienten zu versorgen. Kein Wunder also, wenn Patienten sich in dieser bedauernswerten Entwicklung zunehmend misstrauisch verhalten – oder sich im Ausland behandeln lassen.

Hässliche Zähne machen einsam

Nur bei einer optimalen Versorgung – mit natürlicher Funktionsweise und einer gelungenen Ästhetik – wird das Wohlbefinden der Patienten gefördert und eine höhere Akzeptanz der Zahnprothesen erreicht. Andernfalls müssen Patienten oft einen langen Leidensweg ertragen.

„Wenn Menschen die Kommunikation scheuen und nicht mehr aus dem Haus gehen, um ihre Zähne nicht zeigen zu müssen, liegt das nicht selten an mangelhaftem und entstellendem Zahnersatz“, weiß Psychotherapeutin Anita Crepaz. „Solche Menschen verhalten ihr Lachen oder aber auch ihren Protest. Das kann in die Isolation oder im Extremfall sogar zu Depressionen führen. Kein Psychologe oder Psychotherapeut kann hier nachhaltig etwas ausrichten, wenn z. B. Prothesen unzulänglich bleiben. Dem Mund als zentrales Kontaktorgan muss in der Zahnheilkunde große Aufmerksamkeit geschenkt werden.“

Vertrauensvolle Basis schaffen

Im Zuge unserer zahntechnischen Beratung berichten uns Betroffene nicht selten von ihren schlechten Erfahrungen als Prothesenträger. Sie fühlten sich wie Patienten zweiter Klasse abgefertigt. Ihre Anliegen wären vom Behandler nicht berücksichtigt worden, und es wurde einfach nur irgendwie gemacht. Der Zahnersatz sei das Geld nicht wert, und sie hätten das Vertrauen verloren. Oft sind sie so enttäuscht, dass sie sagen, sie wollen nie mehr zum Zahnarzt gehen. Hier bedarf es der Kunst des Zuhörens und sensiblen Fragens.

Wenn Betroffene durch ein entsprechendes Angebot wieder Hoffnung und Zuversicht entwickeln und sich erneut zum Zahnarzt wagen, ist das der erste Schritt zu einer individuellen Zahnversorgung. Der Wunsch zahnloser Menschen nach natürlich wirkenden Zähnen, mit denen sie auch beim Kauen gut zurecht kommen, ist ein berechtigter Anspruch. Um diesem Bedürfnis entsprechen zu können, braucht es engagierte und gewissenhafte Prothetikteams, die mit zeitgemäßem Know-how und unter Verwendung bester Materialien arbeiten.

Individuelle Anpassung

Wenn wir Menschen beim Lachen oder Sprechen auf den Mund und die Zähne schauen, erkennen wir die Natürlichkeit der Zahnästhetik. Dies fördert jenes Gespür, das wir optimal bei unseren Patienten in der Totalprothetik einsetzen können. Denn die Wünsche gehen zunehmend weg vom 08/15-Gebiss und in Richtung natürlicher, typgerechter Ästhetik. Folgenden Patientenfall habe ich ausgewählt, weil er gerade auch hierfür beispielhaft ist:

Frau K. klagte beim zahntechnischen Beratungsgespräch über Probleme beim Kauen und mit der Verdauung. Sie hatte sich mit ihren Prothesen zwar irgendwie abgefunden, wünschte sich aber für die Zukunft sehnlichst funktionellen Zahnersatz. Ihr Wohlbefinden litt deutlich. Sie selbst war über lange Zeit im Gesundheitsbereich tätig gewesen und wollte nun, nachdem sie von den Möglichkeiten erfahren hatte, doch noch einmal Geld investieren.

Mir gefiel die Spontanität der erfrischenden, wenn auch schon betagten Dame, die sich sonst eher bescheiden zeigte. Deutlich jüngere Patienten mit schlechten Erfahrungen sind oft wesentlich unsicherer, ob es sich noch lohne, einen weiteren Versuch der Versorgung zu starten.

Optisch waren die bestehenden Zahnprothesen von Frau K. auf den ersten Eindruck nicht unbedingt schlecht, doch wurden sie auch nicht wirklich individuell gefertigt. Es wurden flache Seitenzähne verarbeitet, willkürlich aufgestellt, ohne Berücksichtigung von Statik und Anatomie (s. Abb. 1) . Durch die resultierende Fehlbelastung atrophierten die Kieferkämme übermäßig stark, und oftmalige Unterfütterungen des Zahnersatzes waren nötig.

Gerade für die Produkthaftung sei empfohlen, ein Kauorgan mit bestem klinischen Wissen und Gewissen zu rekonstruieren und die Schonung des stomatognathen Systems zu gewähren. Dies beginnt mit der Vermessung der Kiefergelenke durch den Zahnarzt, der statischen Vermessung der Kiefer an den Meistermodellen und setzt sich über die funktionelle und individuelle Zahnaufstellung fort. Ich empfehle, ausnahmslos hochwertige Materialien und Zahngarnituren zu verwenden.

Fotos als Orientierungshilfe

Mithilfe einer Gesichtsanalyse und Bildmaterial des ursprünglichen Gebisscharakters (s. Abb. 2) konnten wir für Frau K. eine individuelle Zahnform und Stellung der Zähne erarbeiten. Anstatt der ursprünglich grauen, leblos wirkenden Zahnfarbe wählten wir einen wärmeren Farbton, der dem Teint der Dame schmeichelte und ein natürliches und gepflegtes Erscheinungsbild förderte.

Wir entschieden uns für den Candulor PhysioStar™, ein ästhetisch sehr ansprechender, qualitativ hochwertiger Frontzahn, der durch die anatomische Form und die aufwändige Schichtung und Oberflächenstruktur überzeugt. Zudem wird durch die breit geformten Approximalräume eine naturgemäße Zahnfleischgestaltung ermöglicht (s. Abb. 3).

Um optimale Kaueffizienz zu erreichen, verwende ich ausschließlich vollanatomisch geformte Zähne aus vernetztem PMMA-Kunststoff. Zusätzlich ist es nötig, die Seitenzähne systematisch so umzuarbeiten, damit sie dem natürlichen, sequenziellen Okklusionsprinzip entsprechen. Für die Fertigstellung wählten wir einen natürlich gefärbten und nicht zu transparenten Basiskunststoff, der durch zusätzliche, individuelle Einfärbung die Struktur der Gingivamodellation täuschend echt wiedergibt. Die praxisorientierten Arbeitsschritte werden umfassend in meinem Buch: „Totalprothetik – Ästhetisch, funktionell, individuell“ (Verlag Quintessenz, Berlin) beschrieben.

Es liegt an uns, Patienten unseren Erfahrungswert, Empathie und die Beherrschung aktueller Wissenschaft zu bieten und sie gewissenhaft zu betreuen. Nachdem das Ganze mehr als die Summe der einzelnen Teile ist, wie Aristoteles bereits bemerkte, dürfen anspruchsvolle Zahnprothesen wertschöpfend anders kalkuliert werden. Auch Zahnärzte, die in diesem Fachbereich Erfahrung haben, berichten von einer abwechslungsreichen und zwischenmenschlich erfüllenden und – entgegen allen Vorurteilen – lukrativen Aufgabe.

Im Sinne der Zahnlosen sind wir dabei, ein Netzwerk an Prothetikteams aufzubauen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit innovativen Zahnärzten – damit sich Techniker, Arzt und Patient wohlfühlen.

Von ZT Michael Crepaz, Zahnarzt 3 /2010

  • Herr Balazs Takacs, 29.05.2013 um 14:28:

    „Zahnklinik ist eine der besten und modernsten Zahnkliniken Ungarns – sowohl hinsichtlich Qualität als auch Service. Betreiber von Zahnklinik ist eine Firmengruppe, die in Mosonmagyaróvár seit langem in der Heil- und Wellnessbranche tätig ist und bereits vor 25 Jahren die ersteZahnarztpraxis eröffnet hat. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage und unzähliger zufriedener Patienten folgten weitere Zahnarztpraxen bevor wir schliesslich im Jahr 2011 – auf Basis der Erfahrung eines Vierteljahrhunderts – Zahnklinik errichtet haben.

    Das Fachpersonal der Zahnklinik bietet Ihnen eine umfassende persönliche Betreuung – von der ersten Beratung über dieprofessionelle Zahnbehandlung bis hin zur Nachkontrolle. Für den telefonischen Kontakt steht Ihnen eine Gratis-Telefonnummer zur Verfügung, und neben dem kostenfreien Transfer erhalten Sie viele weitere Inklusivleistungen für Ihre Erholung und Ihr Wohlgefühl. Wir helfen Ihnen gerne bei der Wahl und Buchung Ihrer Unterkunft sowie bei der Organisation Ihrer Freizeitgestaltung.
    Vor, während und nach Ihrer Zahnbehandlung hat Ihr Wohlbefinden für uns die höchste Priorität. Auf dieses Ziel richten wir unseren Service und unsere zahnmedizinischen Dienstleistungen aus. Die hoch qualifizierten Zahnärzte, Kieferchirurgen, Dentalhygieniker und Assistenten der Zahnklinik arbeiten ausschliesslich mit innovativen Geräten und Materialen, die den strengen Verordnungen der Europäischen Union und der Zahnmedizin des 21. Jahrhunderts entsprechen. Und selbstverständlich beherrschen unsere Mitarbeiter mehrere Fremdsprachen.
    Sie möchten am Zustand Ihrer Zähne etwas ändern? Dann kommen Sie zu uns in die Zahnklinik! Wir erwarten Sie und Ihre Familie in Mosonmagyaróvár und bieten Ihnen Zahnbehandlungen auf höchstem Qualitätsniveau.
    http://zahnkliniken-ungarn.com“

  • Herr Sebastian Hauck, 02.07.2013 um 08:38:

    „Hallo,
    ich habe ganz gute Erfahrung mit einer ungarischen Zahnklinik machen können. Die Zahnklinik Ungarn war nicht weit von Wien entfernt. (Ca. 70 km). Habe mich dort sofort wohl gefühlt. Das war die Klinik 5dent in Mosonmagyarovar. Siehe www.5dent.de
    Habe mir Implantate setzen lassen, da auch ich, leider erblich bedingt, schlechte Zähne habe.
    Das Personal war sehr zuvorkommend und jeder Mitarbeiter und Zahnarzt sprachen gutes Deutsch. Die hatten sogar ein CT (Computertomographie) vor Ort. Musste daher nicht wie in Wien, extra zu einem Röntgen-Labor laufen. Fast alle Wiener Zahnärzte haben kein CT in der eigenen Klinik, nur normales Röntgen und das würde ich bei Implantaten nicht unbedingt empfehlen. Da in Österreich die Kassen eh nichts zahlen und eine Behandlung mit Implantaten astronomisch sind, habe ich mich für das Nachbarland entschieden. Die verwendeten Materialien sind die gleichen wie bei uns und die Zahnärzte sind TOP, wenn nicht besser. Kann jeden empfehlen sich für eine Zahnbehandlung in Ungarn zu entscheiden.“

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