zur Navigation zum Inhalt
 
Zahnheilkunde 1. Juni 2008

Linea obliqua als enorale Spenderregion – Morbidität und subjektive Patientenbewertung. Eine retrosp

Ziel dieser retrospektiven Studie war die Evaluierung der postoperativen Morbidität und eine subjektive Bewertung der Knochenentnahme an der Linea obliqua durch die Patienten. Insgesamt wurden am Department für Zahnärztliche Chirurgie und Röntgenologie an der Medizinischen Universität Graz in den Jahren 2000–2006 bei 126 Patienten standardisiert Knochentransplantate von der Linea obliqua mit Trepanbohrer oder Knochensäge entnommen. 53 Patienten kamen zur aktuellen retrospektiven Nachuntersuchung. Die Ergebnisse basieren auf einer klinischen und röntgenologischen Nachuntersuchung, sowie auf einer subjektiven Bewertung der Knochenentnahme durch die Patienten. Klinisch und radiologisch konnten zum Zeitpunkt der Untersuchung weitestgehend unauffällige Verhältnisse im Bereich der Entnahmestelle festgestellt werden. 8 Patienten (15,1%) gaben an, vorübergehend unter postoperativen Sensibilitätsstörungen gelitten zu haben. Bei keinem der untersuchten Patienten lag bei der aktuellen Untersuchung eine bleibende durch die Knochenentnahme verursachte Anästhesie im Versorgungsgebiet der angrenzenden Nerven vor. Ein Patient (1,9%) beklagte noch eine teilweise Parästhesie im Bereich der Unterlippe. Im Allgemeinen empfanden die Patienten den Eingriff in Lokalanästhesie als geringe bis mittelstarke Belastung. Postoperative Schmerzen wurden retrospektiv auf der Numerischen Schmerzskala NRS (Numerous Rating Scale: 0–10) durchschnittlich mit 4,3 bewertet. 50 (94,3%) der nachuntersuchten Patienten würden einer Knochenentnahme an der Linea obliqua bei entsprechender Indikationsstellung ein weiteres Mal zustimmen. Zusammenfassend zeigt diese retrospektive Studie, dass bei einer Knochenentnahme von der Linea obliqua mit geringer Morbidität und Belastung für den Patienten bzw. hoher Patientenakzeptanz gerechnet werden kann.

A. Wildburger, R. Kirmeier, N. Reichel, N. Jakse

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben