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Foto: UKBS / www.nphamigos.at
Dr. Farr gibt Zahnpflege-Unterricht in der ansässigen Schule.
 
Zahnheilkunde 30. Oktober 2009

Strahlendes Lächeln für Waisenkinder

Der österreichische Zahnarzt Dr. Hani Farr errichtete mit einem Team Schweizer Zahnarztstudenten eine behelfsmäßige Zahnklinik in der Dominikanischen Republik.

In nur 14 Tagen wurde die Zahnklinik des Kinderdorfes von „Unseren kleinen Brüdern und Schwestern“ durch den außerordentlichen Einsatz von Farr auf europäischen Standard gebracht.

 

Die Armut in den ruralen Gebieten ist groß, zu ausreichender medizinischer Vorsorgung haben wenige Menschen Zugang. Viele Patienten, die in der notdürftig ausgestatten Zahnstation behandelt wurden, leiden an Tuberkulose, Hepatitis, sind HIV-infiziert oder Träger anderer Infektionskrankheiten. Eine kritische Situation, für den behandelnden Arzt ebenso wie für die Patienten.

Jedes Kind hat ein Recht auf ein normales Leben und auch auf eine gute Zahnbehandlung, ist Farr überzeugt. Er sammelte fleißig Spenden und konnte nun, als er im Juli 2009 wieder ins Kinderheim reiste, in der Zahnklinik eine neue Zahnarzteinheit installieren. Neben der nun – vor allem für die Kinder wichtigen – schmerzfreien Behandlung konnte dadurch der notwendige hygienische Standard erreicht werden. Im Reisegepäck von Dr. Farr war auch ein dringend benötigtes Sterilisationsgerät.

Freude über gesunde Zähne

Ständig fragen die 172 Kinder: Wann ist der Klinikumbau endlich beendet? Sie wollen „ihrem“ österreichischen Zahnarzt beweisen, dass sie – so wie er es ihnen gezeigt hat – ihre Zähne geputzt haben. Natürlich müssen auch viele zur Behandlung, danach gibt es für die tapferen Kleinen immer eine Belohnung. Auch das Personal des Kinderdorfes sowie bedürftige Leute aus der Umgebung freuen sich, dass die Schmerzen nun vorüber und die Zähne saniert sind.

Mit dem Dental-Software-Programm – eine Spende der Firma Seemann Software System GmbH – können nun die Patientendaten im nötigen Umfang erfasst und Statistiken erstellt werden. Mit Eifer und Geduld wird das örtliche Personal gründlich eingeschult. Die Dörfer in der Umgebung des Kinderdorfes in der Dominikanischen Republik inmitten der riesigen Zuckerrohrfelder zählen zu den ärmsten des Landes. (siehe Kasten 2). Nach Möglichkeit unterstützt das Kinderdorf die Dorfbewohner beim Bau von Latrinen, mit Aufbauhilfen nach Hurrikans oder Feuerbränden, mit Alphabetisierungskursen, Mikrokrediten und Behandlungen in der Krankenstation.

 

Quelle: www.nphamigos.at

Kasten 1:
Möchten Sie helfen?
Das Kinderhilfswerk „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ bietet verwaisten und verlassenen Kindern in Lateinamerika und der Karibik ein neues, geborgenes Zuhause. In den Kinderdörfern wird besonderes Augenmerk auf eine gute und solide Ausbildung gelegt, damit die Kinder zu verantwortungsbewussten, selbstständigen und sozial engagierten Bürgern ihres Landes heranwachsen.

PSK-Spendenkonto: 7.566.925, lautend auf: Unsere kleinen Brüder und Schwestern

Weitere Informationen:
www.nphamigos.at
Kasten 2:
Nuestros Pequenos Hermanos™ (NPH)
Am 6. Januar 2003 wurde das Heim „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in der Dominikanischen Republik gegründet – mit sieben Kindern in einem gemieteten Haus. Die Familie wuchs schnell, deshalb wurden bald sechs Häuser in einem Vorort von San Pedro de Macoris angemietet.
San Pedro de Macoris ist eine Großstadt mit ungefähr 400.000 Einwohnern, etwa 65 Kilometer östlich von Santo Domingo gelegen.
In der Vergangenheit bildete Zuckerrohr die wirtschaftliche Grundlage in San Pedro; heute sind viele Fabriken geschlossen und die Arbeiter, die früher das Zuckerrohr geschnitten haben, arbeitslos. Die meisten von ihnen wohnen in den Bateyes, kleinen Dörfern am Rande der Stadt zwischen den Zuckerrohrplantagen. Sie leben unter ärmlichsten Bedingungen, ohne Strom- und Wasserversorgung.
Der Bischof von San Pedro schenkte dem Kinderdorf ein Stück Land. Im September 2005 konnten alle Kinder in ihr eigenes Heim auf dem Grundstück einziehen. Heute leben hier 172 Kinder in 15 Wohneinheiten. Dank der tatkräftigen Unterstützung von freiwilligen Bauhelfern aus Kanada und Chicago und den Spenden gehen die Bauarbeiten immer noch weiter. Mittlerweile sind eine große Zentralküche, eine Schule und drei Wohngebäude für Mitarbeiter hinzugekommen. Ein weiteres Wohngebäude für die kolumbianischen Nonnen, die unsere Schule leiten, ist fast fertig. Auf dem Grundstück stehen außerdem noch Gemüsegärten, Spielplätze, Sportanlagen zur Verfügung.

Quelle und weitere Informationen: www.nph.org

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