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Sowohl der Praxisleiter als auch gegebenenfalls eine leitende Fachangestellte sollten sich optimal auf das Einstellungsgespräch vorbereiten.
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Beim Gespräch sollte die Sach- wie auch die Beziehungsebene passen.

 
Zahnheilkunde 30. Oktober 2009

Kompetenz-Screening

Was Sie beim Einstellungsgespräch unbedingt beachten sollten.

Funktionierende Teamarbeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen langfristigen Praxiserfolg. Anhand einer Prioritätenliste können Sie im Einstellungsgespräch herausfinden, ob mit dem Bewerber eine langfristige, erfolgreiche Zusammenarbeit möglich ist.

 

Der Praxisleiter – und gegebenenfalls auch die leitende Fachangestellte – sollten sich optimal auf das Einstellungsgespräch vorbereiten. Das Gespräch hat zum Ziel, möglichst viele relevante Informationen über den Bewerber zu erhalten. Weiterhin dient es dazu, die Praxis vorzustellen. Damit in der relativ kurzen Gesprächszeit von durchschnittlich einer Stunde alle wichtigen Inhalte zur Sprache kommen können, sollte unbedingt ein Anforderungsprofil für die offene Stelle vorliegen.

Grundlage für das Anforderungsprofil sind jene Kompetenzen, welche die Bewerberin für die tägliche Arbeit mitbringen muss bzw. für die sie zumindest die Bereitschaft mitbringen sollte, jene zu erlernen. Hier unterscheiden wir in der Zahnarztpraxis insbesondere Fachkompetenz, Methodenkompetenz und soziale Kompetenz.

Prioritäten setzen

Da nicht alle Bewerber in allen Bereichen gleich qualifiziert sind, ist es wichtig, vorab die unverzichtbaren Fähigkeiten zu definieren. Es sind also Schwerpunkte zu setzen, und es ist eine Prioritätenliste der notwendigen Eigenschaften bei der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenz aufzustellen. Diese werden im Gespräch mit der Bewerberin abgeglichen. Unverzichtbare Kompetenzen müssen vorhanden sein, wünschenswerte können gegebenenfalls auch während der Tätigkeit noch erworben werden.

Zur Vorbereitung auf ein erfolgreiches Gespräch gehören auch Gedanken über den Rahmen, in dem das Gespräch stattfinden soll. Das Umfeld ist oft entscheidend für die Beziehungsebene, auf der die Frage beantwortet wird: Können wir miteinander oder hapert es schon beim Einstellungsgespräch?

Die Beziehungsebene wird oft wenig berücksichtigt, ist aber häufig entscheidend: Sie liegt unter der Sachebene und ist den Gesprächspartnern oft nicht bewusst. Gegenseitiger Respekt, Anerkennung, Sympathie und Antipathie, Vertrauen oder Misstrauen spielen auf der Beziehungsebene die entscheidende Rolle. Das Gesprächsverhalten des Arbeitgebers ist hier von entscheidender Bedeutung. Kurz: Die Beziehungsebene umfasst den menschlichen Umgang miteinander. Dementsprechend sollte auch der Rahmen des Einstellungsgesprächs vorbereitet sein, damit der Bewerber die Möglichkeit hat, seine gesamte soziale Kompetenz zu präsentieren.

 

Quelle: MMW-Newsletter, 20.10. 2009

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