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Zahnheilkunde 1. April 2007

Zahnerhaltung in komplexen posttraumatischen Situationen

In drei für eine Erhaltung grenzwertig anmutenden Fällen nach dentalem Trauma blieb der Zahn jeweils über ein Jahr erhalten, nachdem der Zustand von Endodont und Parodont eingehend analysiert und adäquate Therapiemaßnahmen ergriffen worden waren. In Fall 1 wurde ein bereits längere Zeit zurückliegendes, massives Intrusionstrauma mit Kronen-Wurzel-Fraktur und offenem Foramen apicale behandelt. Dieser Fall endete in einer Ankylose und muss deshalb als Misserfolg angesehen werden. In Fall 2 wurde das gleichzeitige Vorliegen von Kronenfraktur, breiter Pulpaeröffnung, Wurzelfraktur und fortgeschrittener Parodontalerkrankung behandelt, und es konnte immerhin ein klinischer Erfolg über ein Jahr erzielt werden. In Fall 3 wurde eine ausgedehnte zervikale Resorption unter Erhalt der Pulpavitalität mittels Mineral Trioxide Aggregate (MTA) zum Stillstand gebracht. Dieser Fall bedarf einer längeren Beobachtungsdauer, um als Erfolg gewertet werden zu können. Alle drei Fälle zeigen, dass die Grenzen posttraumatischer Zahnerhaltung bei genauer Analyse der Heilungswege und Einsatz eines entsprechend breiten therapeutischen Spektrums wenn auch nicht aufgehoben, so zumindest hinausgeschoben werden können.

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