zur Navigation zum Inhalt
Foto: DGI
Prof. Dr. Günter Dhom Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich
 
Zahnheilkunde 23. September 2009

Mehr Ästhetik und Tragekomfort

Der aktuelle Bericht des Robert-Koch-Instituts spricht sich für die bevorzugte Anwendung von Implantaten aus.

Eine klare Aussage trifft das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Heft 47 zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes bezüglich Implantate: „Eine Verschiebung des Therapiespektrums in Richtung des festsitzenden, komfortableren Zahnersatzes unter der vermehrten Einbeziehung von Zahnimplantaten ist zu erwarten.“

 

Zu den Vorteilen von Implantaten zählt das RKI auch die präventiven Aspekte: „Durch frühzeitige und relativ aufwändige Implantation nach Zahnentfernung und funktionelle Belastung des Knochens an strategisch wichtigen Orten kann der Knochenabbauprozess verlangsamt oder zusammen mit Knochenaufbaumaßnahmen gesteuert werden.“

Viele Vorteile sprechen laut RKI für diese Form der prothetischen Lösung: „Festsitzender oder implantatgetragener Zahnersatz bietet oftmals eine bessere Ästhetik, Funktionalität und einen besseren Tragekomfort als herausnehmbarer Zahnersatz.“ Das RKI sagt in seiner rund 50-seitigen Übersicht zur Mundgesundheit in Deutschland dezidiert: „Wenn möglich, sollte eine Zahnlücke festsitzend mit Brücken oder Implantaten versorgt werden.“

Positive Entwicklung

„Was das Robert-Koch-Institut in seinem aktuellen, von vielen wissenschaftlichen Einrichtungen unterstützten Übersichtsbeitrag zum Thema Implantologie übermittelt, entspricht genau dem, was wir bei unserem Curriculum und auch beim Master-Studiengang erleben“, sagt dazu Prof. Dr. Günter Dhom, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI): „Die Zahnärzte in Deutschland sehen die Entwicklung für die Implantologie offenbar genauso positiv, denn die sogenannte ‚Krise‘ hat keineswegs zu Rückgängen bei den Anmeldungen geführt.Implantatversorgung ist ein fester, ja wachsender Bestandteil der zahnmedizinischen Zukunft – und deshalb ist das Interesse auch so groß, sich hier profund ausbilden zu lassen.“

Wachsender Anteil der Senioren

Auch die RKI-Publikation macht eindringlich deutlich, dass sich die Zahnmedizin in den Praxis verschieben wird zu mehr und komfortablerer Versorgung des wachsenden Anteils älterer und alter Menschen unter den Patienten – und wiederholt die Bedeutung von Ästhetik und Lebensqualität als Kriterien für patientengerechte Prothetiklösungen. Die DGI intensiviert und aktualisiert entsprechend regelmäßig ihre Kurse für Einsteiger, Erfahrene und Fortgeschrittene, so Dhom, und fühlt sich auf diesem Weg von der RKI-Einschätzung deutlich unterstützt: „Die Versorgung älterer und alter, möglicherweise auch multimorbider Patienten ist eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, der sich die Implantologie heute sehr gut stellen kann – insofern bestätigt sich nicht zuletzt die Notwendigkeit der Etablierung unseres Masterstudiengangs, der ein hohes Niveau an Ergebnissen auch für solche besonderen Herausforderungen vermittelt und damit bestens rüstet für die Bewältigung der auf die Praxen zurollenden Aufgaben.“

 

Quelle: Deutschen Gesellschaft

für Implantologie im Mund-,

Kiefer- und Gesichtsbereich

e.V. (DGI)

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben