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Zahnheilkunde 1. Juni 2007

Überexpression von β1-Integrin in oralen Keratinozyten korreliert mit deren hohen Proliferationskapa

EINLEITUNG: Noch heute stellen große Schleimhautdefekte in der Mundhßhle eine Herausforderung in der Plastisch-Rekonstruktiven Chirurgie dar. Um funktionstüchtige orale Schleimhaut herstellen zu kßnnen, wird eine große Menge an Zellen mit einem sehr hohen proliferativen Potential benßtigt. Das Ziel dieser Studie war es, zwei Zellfraktionen aufgrund ihrer Affinität zu Kollagen Typ IV zu isolieren. METHODIK: Orale Keratinozyten wurden aus gesunder Schleimhaut isoliert und je nach Affinität zu Kollagen Typ IV in zwei Zellfraktionen unterteilt. Wachstumskurven, Western Blot Analysen und Immunhistochemische Färbungen wurden durchgeführt, um Unterschiede zwischen diesen beiden Zellpopulationen zu untersuchen. RESULTATE: Zellen, die innerhalb von 20 Minuten an Kollagen Typ IV adhärierten (RAC-IV), zeigten ein hßheres proliferatives Potential, eine signifikant hßhere Expression von Integrin β1 und eine geringere Apoptose Rate als jene Zellen, die kaum eine Adherenz an Kollagen Typ IV zeigten (RAC-IV-D). Die schnell adhärierenden Zellen zeigen einen typischen, den Keratinozyten entsprechenden polygonalen Zellaufbau. Hingegen die RAC-IV-D Zellen weisen eine irreguläre Zellstruktur auf. Immunhistochemisch konnten deutlich weniger apoptotische Zellen in der RAC-IV, als in der RACIV-D Fraktion nachgewiesen werden. Darüber hinaus war die Expression von β1-Integrin signifikant in den der RAC-IV-Zellen erhßht als in den RAC-IV-D Zellen (p < 0,05). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass es mßglich ist, orale Keratinozyten mit einem hohen proliferativen Potential durch ein einfaches und billiges Zellisolierprotokoll zu gewinnen.

Elisabeth Stein, Karin Blaimauer, Sieglinde Bauer, Boban M. Erovic, Dritan Turhani, Dietmar Thurnher, Wiener klinische Wochenschrift

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