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Urologie 25. August 2008

Inkontinenz interdisziplinär

Das 6. interdisziplinäre Van-Swieten-Symposium in Wien hat heuer die fachübergreifende Diagnose der Inkontinenz zum Thema. Über alle Altersgruppen hinweg soll das gesamte Spektrum des unkontrollierten Harnverlustes beleuchtet werden.

Neben den Allgemeinmedizinern stellen auch Chirurgen, Gynäkologen, Kinder- und Jugendchirurgen, Neurochirurgen, Orthopäden, Fachärzte für Physikalische Medizin und Physiotherapie, Urologen sowie Psychiater und Psychologen die Zielgruppe der Tagung dar. Sie soll allen Ärzten, die Inkontinenzpatienten behandeln, Gelegenheit bieten, die aktuellen diagnostischen Aspekte sowie die Inkontinenztherapien und deren Indikation dargestellt zu bekommen sowie zu diskutieren. Themen zur Diagnostik werden unter anderen Manometrie, Stimulation, Defäkogramm, Skopie, Uroflow, Urografie und MCU sein.

Volles Programm

„Folgende therapeutische Maßnahmen werden speziell thematisiert werden: Medikamentöse Therapieansätze, Beckenbodentraining, ‚Wash-out‘ und Katheterismus, Bio Feedback, chirurgisch minimal invasive Injektionstherapien, künstlicher Sphinkter, Sakralnervenstimulation, Sphinkter-, Beckenboden-, M. grazilis Plastik sowie die Beckenbodenrekonstruktion. Wir wollen mit den Tagungsinhalten alle Ärzte ansprechen, die Patienten aller Altersgruppen mit Inkontinenz, sowohl Harn als auch Stuhl, behandeln und eine interdisziplinäre Diskussion zu diesem Thema mit großem Einfluss auf die Lebensqualität unserer Patienten führen“, sagt Prim. Prof. Dr. Alexander M. Rokitansky, Leiter der Kinder- und Jugendchirurgischen Abteilung des Donauspitals in Wien.

Preisverleihung

Der Eiselsberg-Preis zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung wird im Rahmen der Veranstaltung vergeben. Alle Mitglieder der Van-Swieten-Gesellschaft können sich um diesen Preis bewerben.
Die Gesellschaft wurde 1948 als Verein österreichischer Ärztinnen und Ärzte gegründet. Ihre Ziele sind: neuer Erkenntnisse in der Heilkunde zu fördern und zu verbreiten, den Austausch der Ideen zu erleichtern, sowie die ärztliche bzw. medizinisch wissenschaftliche Fortbildung und damit die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Darüber hinaus versteht sich die Gesellschaft als Gesundheitsinformationsplattform und als Bindeglied zwischen Medizinern und der Industrie. Sie vergibt Preise und Stipendien. Weiters hält sie jährlich eine der größten medizinischen Tagungen in Österreich ab. Unter der Leitung von Präsident Rokitansky wurde die Gesellschaft in den letzten Monaten reorganisiert. So wurde etwa die Homepage neu gestaltet (www.vanswieten.at), und die Statuten wurden überarbeitet.

Dr. Isabella Presch, Ärzte Woche 30/2008

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