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Urologie 18. Oktober 2007

Editorial

Die Menschen essen das Falsche, und davon zu viel. Sie rauchen, und auch das sollen sie nicht. Und trinken sie, dann trinken sie Alkohol, und nicht Wasser oder Kräutertee. Wohin soll das alles führen?
Tatsächlich ist der moderne Mensch ja einem Trommelfeuer von Gesundheitsgeboten ausgesetzt. Und manch’ einer hat im Durcheinander der Diätempfehlungen schon Kopf, Portemonnaie und Geduld verloren. Der Artikel „Prostatakarzinom – Krebsvorsorge durch bewusste Ernährung“ schafft hier ein wenig Abhilfe und bringt einen Überblick über jene Studien, welche die Zusammenhänge zwischen Prostata-CA und Ernährung beleuchten. Immerhin nimmt das Prostatakarzinom beim Mann etwa die Stelle ein, die das Mammakarzinom bei der Frau hat.
Thema Vorsorge: Auch die stetige Vermehrung der Zahl chronisch niereninsuffizienter Patienten könnte durch frühzeitige Erkennung und Behandlung der Risikofaktoren gebremst werden. Allerdings steht hier die Medizin vor einer großen Herausforderung. Denn zwei der Risikofaktoren sind bei bestem Willen nicht beeinflussbar: Geschlecht und Alter. Die übrigen aber schon. Und – fast wird man müde, es zu wiederholen – die Risikofaktoren sind alte Bekannte: Rauchen und Alkoholkonsum, Übergewicht und Fehlernährung, Hypertonie und erhöhte Blutfette. Also die üblichen Verdächtigen, die auch für Gefäßerkrankungen, Diabetes und alle anderen Folgen unserer „Zivilisatosen“ die Verantwortung tragen. In der Früherkennung wurde hier leider gespart und der Kreatinintest trotz hoher Aussagekraft und günstigem Preis nicht in die Vorsorgeuntersuchung aufgenommen.
Prospektive Langzeitstudien über physiotherapetisches Beckenbodentraining als Inkontinenzprophylaxe sind noch Mangelware. Aber die Urologie kennt mittlerweile mehrere Methoden, um einer bestehenden Inkontinenz Einhalt zu gebieten.

Dr. Rainer Schröckenfuchs, Ärzte Woche 32/2004

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