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Urologie 18. Jänner 2006

Für Mann und Frau: Urologie im Internet

Neben vielen urologischen Krankenhausabteilungen und niedergelassenen Fachärzten bieten auch einige Fachverbände und Gesellschaften umfangreiche Informationen im Web zu allen Bereichen rund um die Lehre von den harnableitenden Organen beider Geschlechter und den reproduktiven Organen des Mannes. In den letzten Jahren das klassische Aufgabengebiet der Urologen um die Andrologie, wörtlich „Männerheilkunde“, erweitert. Im Folgenden ein kurzer Auszug des nationalen und internationalen Internetangebotes.

Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie
http://www.uro.at
Diese Homepage bietet Informationen über die Gesellschaft und ihre Vorstandsmitglieder, Kongress- und Tagungstermine, Links zu in- und ausländischen Fachgesellschaften und einen Passwort-geschützten Mitgliederbereich. Auf den Seiten der acht Arbeitsgruppen – von Andrologie und sexuellen Funktionsstörungen bis zur Urologischen Onkologie (AUO) – finden sich die jeweiligen Leitlinien, Datenblätter, Fragebögen und die Vorsitzenden mit ihren Adressen.

Berufsverband der österreichischen Urologen (bvU)
http://www.urologisch.at
„Richtige Männer leben länger“ lautet das Motto auf der Startseite des Urologenverbandes. Unter dem Button „News“ können Veranstaltungen und Termine, Stellenangebote, Stipendien und Informationen über die e-card und neue kassenfreie Produkte erfahren werden. Die Seite bietet auch Erklärungen zum Leitbild, der Ethik und den Statuten des Verbandes. Urologische Qualitätsstandards für die Ordination zum Download, Informationen zu den Qualitätszirkeln und ein Online-Multiple-Choice-Test zur Facharztprüfung des European Board of Urology stehen bereit. Außer dem Passwortgeschützten Mitgliederbereich finden sich auch Patienteninformationen mit „androcheck“, dem Gesundheitsvorsorgeprogramm der bvU für österreichische Männer ab 45, und eine Urologenliste mit Adressen.

Arbeitskreis für Andrologie und sexuelle Funktionsstörungen der Österreichischen Gesellschaft für Urologie
http://www.andrologie.at
Dieser Urologenkreis möchte mit der Homepage, nach eigener Definition, die Schwelle für PatientInnen senken, um offen und anonym deren sexuelle Probleme besprechen zu können. Sie bietet durch die nach Bundesländern geordnete Mitgliederliste die Möglichkeit, einen Andrologen in der Nähe des Patienten zu finden. Weiters informiert sie über die Aufgaben, Ziele und Gremien des Arbeitskreises und Tagungstermine. Für Mitglieder steht ein Passwort-geschützter Bereich zur Verfügung. Der umfangreiche Teil für Patienten bietet kostenlose Broschüren, Videos und einen Online-Fragebogen zu Erektionsproblemen und Sexualität. Außerdem besteht die Möglichkeit, anonym Fragen zu stellen oder sich am Besucherforum zu beteiligen.

Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
http://www.inkontinenz.at
Die MKÖ hat sich, laut eigener Aussage, die Förderung von Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik, Behandlung und Versorgung der Harn- und Stuhlinkontinenz zum Ziel gesetzt. Die 1990 gegründete Gesellschaft informiert auf ihrer Webseite über aktuelle Themen rund um die Inkontinenz. Auch die Aufklärungsoffensive „Blase inform“ wird beschrieben. Es gibt Veranstaltungstermine für Patienten und unter dem Icon „Fachkreise“ für Ärzte. Hier stehen auch die Richtlinien der MKÖ zum Download bereit, ebenso Links zu anderen Fachgesellschaften. Umfassende Patienteninformationen einschließlich einer Adressenliste mit Ansprechpartnern der österreichischen Inkontinenz-Beratungsstellen finden sich ebenfalls. Eine Patienten-Hotline: 0810/­00455 steht von Montag bis Freitag, 8.00 bis 12.00 Uhr, für allgemeine Anfragen zur Verfügung. Es kann auch gratis Informationsmaterial angefordert werden. Montags von 17.00 bis 18.00 Uhr beraten ExpertInnen der MKÖ unter dieser Telefonnummer, anonym und zum Orts­tarif zu allen Fragen der Inkontinenz. Jeden Dienstag von 16.30 bis 18.00 Uhr sind ausgebildete Kontinenz- und Stomaberaterinnen unter dieser Nummer zu erreichen.

Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und Berufsverband der deutschen Urologen
http://www.dgu.de oder http://www.urologenportal.de
Diese beiden Verbände informieren auf ihrer gemeinsamen Homepage Fachkreise und Patienten. Im Bereich „Für den Urologen“ finden sich neben Kongressterminen und Abstracts, Forschungstätigkeiten in Deutschland und einer Prostatakarzinomserie des deutschen Ärzteblattes auch zehn Patientenbroschüren für die Praxis zum ­Herunterladen. Ein Forum zum Meinungsaustausch unter Kollegen, ein Email-Reminder für Termine und Linklisten stehen bereit. Teile des Fachbereichs sind Passwort-geschützt: entweder über ein Mitgliederpasswort oder über DocCheck zu erreichen. Für Mitglieder ist es auch möglich, online in der Zeitschrift „Der Urologe“ zu lesen. Eine kleine Geschichte der Urologie von der Antike bis zum 20. Jahrhundert komplettiert das Angebot.

European Association of Urology (EAU)
http://www.uroweb.org
Die EAU ist nach eigener Definition die größte urologische Institution in Europa. Sie verbindet 16.000 Urologen auf der ganzen Welt. Neben ihrer Geschichte, den Strukturen, den Zielen und dem European Board of Urology finden sich auf dieser Homepage auch News, Terminankündigungen, eine Suchfunktion und ein Link zur European Association of Urology Nurses. Der Mitgliederbereich und fachspezifische Seiten sind Passwort-geschützt beziehungsweise registrierpflichtig. Informationen zur European School of Urology (ESU) inklusive eines Onlinekurses und dem Programm der European Urology Residents Education (EUREP) runden das Angebot ab.

Digital Urology Journal (DUJ)
http://www.duj.com
Dieses „Peer-Reviewed Online Journal of Adult and Pediatric Urology“ ist ein wissenschaftliches Publikationsorgan, das gänzlich auf eine gedruckte Version verzichtet. Alle Beiträge sind kostenlos und vollständig online nachlesbar. Es ist möglich, mit Hilfe einer Suchmaschine nach Titeln das Gewünschte zu finden oder aus den verschiedenen Rubriken, z.B. Kidney/Ureter oder Prostate, Arbeiten auszuwählen. Neben allgemeinen urologischen Informationen finden sich auf dieser Webseite auch ein Kongresskalender, Fallbeispiele aus der Uroradiologie und natürlich die Autorenhinweise.

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