zur Navigation zum Inhalt
 
Urologie 10. November 2015

PCA 3 macht sie sicher

PSA-Test: Einsatz bei Anfangsverdacht.

Das Screening auf Prostatakrebs mithilfe des prostataspezifischen Antings PSA ist wegen möglicher Unter- und Überdiagnosen in der Diskussion. Ein krebsspezifischer Marker könnte das Screening beenden.

Das National Cancer Institute der USA validierte prospektiv in einer unabhängigen Studie die diagnostische Wertigkeit des Prostatakrebs-Antigens 3 (PCA 3) im Urin von Männern, die beim Screening durch einen leicht erhöhten oder ansteigenden PSA-Wert oder weniger als 15 Prozent freies PSA aufgefallen waren und nun biopsiert werden sollten. Vor der Biopsie wurde die Prostata digital manipuliert und anschließend Urin für die PCA 3-Bestimmung genommen. Von den 859 im Mittel 62 Jahre alten Männern wurden 562 das erste Mal biopsiert, 297 bereits zum wiederholten Male. Für den PCA 3-Wert wurden zwei Schwellenwerte festgelegt. Ein Wert > 60 wurde als hohes, ein Wert < 20 als niedriges Risiko gewertet. Der positive prädikative Wert eines PCA 3-Werts > 60 lag bei erstmaliger Biopsie bei 80 Prozent, der negative prädikative Wert einer PCA 3-Konzentration < 20 bei wiederholter Biopsie sogar bei 88 Prozent. Damit könnte dieser Tumormarker helfen, Patienten mit Anfangsverdacht im PSA-Test zu identifizieren, die ein hohes Risiko für ein Prostatakarzinom haben und nach negativer erster Biopsie denjenigen mit sehr geringem Krebsrisiko eine weitere Biopsie ersparen.

springermedizin.de, Ärzte Woche 46/2015

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben