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Urologie 5. August 2005

Ein Fach mit scharfem Profil

Prof. Dr. Ulrich Maier bringt die Sache auf den Punkt: Urologie ist ein kleines Fachgebiet mit spezifischen Aufgabenbereichen, "die jedoch alle von einem Facharzt zu bewältigen sind." Für Subspezialisierungen sieht der neue Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie keine Notwendigkeit.

Ein Fach mit scharfem Profil also - ohne Probleme? Keineswegs! Denn: Die Urologie sucht noch den Weg in die "Köpfe der Patienten". Maier: "Ich sehe meine Aufgabe vor allem in der Vermittlertätigkeit zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft für Urologie und der Öffentlichkeit. Es ist mir zudem ein Anliegen, die Position des Berufsstandes der Urologen eindeutig festzulegen. Dies bedarf einer vermehrten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Ausbildungsrichtlinien stellen ein wesentliches Thema dar." Auf diesem Weg liegt als großes Thema vor allem ein Bereich der Männergesundheit: Die Probleme, die sich beim "starken Geschlecht" jenseits der 40 ergeben.

Da gilt es allerdings, noch viele Grundlagen zu erarbeiten. Wenige Studien weisen den Medizinern heute den richtigen Weg. Fragen der therapeutischen Intervention bei Krankheitsbildern, die von der Impotenz bis zum umstrittenen Hormondefizit beim PADAM reichen, müssen diskutiert werden. Da kennt das Fach auch keine Berührungsängste in der Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen. Maier: "Hier ist die Zusammenarbeit mit den internistischen Kollegen gefordert." Wo die Urologie heute steht und was sie zu leisten vermag - davon konnten Interessierte sich ein Bild machen: beim 17. Jahreskongress der European Association of Urology (Birmingham, 23. bis 26. Februar 2002). Der Besucherrekord mit rund 7.500 Teilnehmern aus aller Welt, die mehr als 700 Beiträge und 30 Kurse - sie zeugen von der Lebendigkeit des Faches, das vor allem für die Männergesundheit in Zukunft immer wichtiger werden will und wird.

Da AllgemeinmedizinerInnen in der Praxis beinahe täglich mit urologischen Problemen konfrontiert sind, sollte eine vertiefende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Problemen selbstverständlich sein. Denn: Der Mann, der mit 50 "nicht mehr kann", sucht zunächst den medizinischen Gesprächspartner seines Vertrauens auf. Und das ist ganz sicher der langjährige Hausarzt. Dem obliegt auch noch eine weitere wichtige Aufgabe: die Initiative zur Früherkennung der Männergeisel "Prostatakarzinom".

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