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Urologie 5. August 2005

Muskeltraining stärkt die Manneskraft

Mit einfachen Übungen können Männer zuhause für ihre Potenz aktiv werden. Die so gestärkte Muskulatur bringt die gewünschte Penis-Steifigkeit zurück.

Um die Penisdurchblutung zu verbessern, empfiehlt der Androloge Doz. Dr. Frank Sommer aus Köln eine Übung, die Skipping genannt wird: Dazu müssen die Männer auf der Stelle treten und die Knie möglichst weit anheben. Phasen mit schnellem Laufen wechseln mit Phasen langsamer Bewegung. Damit lasse sich die Potenz bei Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) deutlich bessern, so Sommer in der Zeitschrift „Der Mann“ (1,2004) Häufig gelingt Männern zwar noch eine Erektion, sie hält aber nicht lange genug an und der Penis wird nicht hart genug. „Hier kann man durch ein gezieltes Training des M. ischiocavernosus (IC-Muskel) einer manifesten Erektionsstörung vorbeugen“, so Dr. Rainer Hartwich vom Zentrum für Repotenz-Behandlung in Bad Liebenstein. Ein Training des IC-Muskels erhöht den intrakavernösen Druck und sorgt dadurch für eine ausreichend gute Rigidität. Um gezielt die richtigen Muskelgruppen anzusprechen, empfiehlt Sommer den Männern, sich während des Trainings vorzustellen, sie hätten ein Geldstück zwischen der Gesäßbacken, das sie nun mit den Muskeln festhalten müssen.

Sommer hat den Nutzen solcher Übungen in einer Studie bei 124 Männern mit moderater, venös bedingter erektiler Dysfunktion geprüft: Bei den Männern, die vier Monate lang dreimal wöchentlich trainiert hatten, konnte bei 80 Prozent der Probanden eine zufriedenstellende Besserung der Potenz erzielt werden.

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