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Urologie 5. August 2005

Harnsteinprävention mittels Ernährung

Patienten mit absorptiver Hyperkalzurie wurden über 3,5 Jahre mit einer Kalzium-Oxalat-Diät und mit einem Thiazid medikamentös behandelt.

Eine Studie im Journal of Urology beschreibt eine Kalzium-Oxalat-Diät in Verbindung mit der Administration von Thiazid plus Kalium-Citrat als effektiv hinsichtlich der Prävention der rezidivierenden Steinbildung und zur Steigerung der Knochendichte. Dies berichten Dr. Charles Y.C. Pak und Kollegen vom University of Texas Southwestern Medical Center. Die Diät bezieht sich dabei auf Kalzium und Oxalate, die medikamentöse Therapie auf Thiazid und Potassium Citrat. Beides gemeinsam, so die Autoren, kontrolliert die Hyperkalzurie, verhindert mehr Harnoxalate, reduziert die Harnanreicherung mit Kalziumoxalaten, beseitigt die rezidivierende Steinbildung und steigert die Knochendichte im Rückgrat sowie im Oberschenkelhalsknochen. 18 Männer und zehn Frauen mit Typ I absorptiver Hyperkalzurie wurden im Schnitt 3,7 Jahre behandelt. Die Kalziumkonzentration im Harn sank während der Beobachtungszeit signifikant (p<0,001), die Oxalatkonzentration im Harn blieb unverändert, der pH und die Zitratkonzentration stieg signifikant.
Die Rate der Steinbildung nahm signifikant von 2,94 auf 0,05 Prozent pro Jahr ab. Die Knochenmineraldichte wurde bei den Lumbalwirbeln verglichen und nahm, gemessen am normalen Kurvenniveau, signifikant um 5,7 Prozent zu. Nach einer Adjustierung auf Alter und Geschlecht sogar um 7,1 Prozent. Die Wissenschafter konkludieren, dass sowohl die Neubildung von den Steinen als auch der Verlust an Knochendichte verhindert werden könnte, indem die Hyperkalzurie mit einer Kombination aus Diät und pharmakologischer Intervention behandelt wird.

MedAustria, Ärzte Woche 6/2004

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