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Urologie 21. August 2013

Angst ist ein schlechter Vorsorgeberater

42 Prozent der österreichischen Männer über 50 wissen, dass es eine Prostata gibt. Damit endet das Sachwissen bei den meisten aber auch schon.

Mehr als die Hälfte der Befragten kann nicht sagen, wo sich ihre Prostata genau befindet und wie groß sie ist. Acht von zehn wissen nicht, was der PSA-Wert ist. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Oekonsult-Umfrage.

Unwissenheit ist aber nicht der Hauptgrund dafür, dass die Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchungen in Österreich so schlecht besucht sind. Die Zielgruppe weiß sehr wohl, dass es die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung gibt. Hier spielt ein anderer Faktor eine Rolle: Angst! An erster Stelle im Vermeidungsranking (Mehrfachnennungen waren möglich) steht die tiefsitzende Angst vor einem auffälligen Krebsbefund. An zweiter Stelle wird schlicht „Nicht-wissen-wollen“ genannt, gefolgt vom Vorwand, sich „erst einmal im Internet schlau machen“ zu wollen. „Scham und Peinlichkeit“ rangieren auf Platz 4. Jeder zehnte Mann gab „Aufschiebung oder Verdrängung“ als Grund an, noch nicht bei der Vorsorgeuntersuchung gewesen zu sein.

Quelle: "Jeder Monat zählt!", Pressegespräch, Wien, 8. August 2013

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