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Einheitliche Länge der Spermien verspricht Fruchtbarkeit.
 
Urologie 15. Jänner 2013

Die Vermessung der Spermien

Die Qualität von Sperma hängt offenbar nicht nur von Größe und Form, sondern auch von der Länge einzelner Spermiumkomponenten ab.

 

Je größer die Variabilität dieser Parameter im Ejakulat ist, umso kleiner ist der Anteil der beweglichen Spermien und umso geringer die Fertilität.    

Wenn es um die Beurteilung der Spermaqualität geht, konzentrierte man sich bisher vor allem auf die Morphologie des Spermatozoenkopfes und auf die Gesamtgröße. Erstmals wurden nun Kopf, Mittelstück und Flagellum im Detail vermessen. Die ermittelten Daten wurden in Beziehung zu den Ergebnissen der computergestützten Spermienanalyse (CASA) gebracht. Untersucht wurde jeweils ein Ejakulat von insgesamt 103 Studienteilnehmern. Vermessen wurden pro Studienteilnehmer jeweils 30 Samenzellen.

Lange Flagellen

Wie aus den Messungen hervorgeht, sind eine große Spermienmenge im Ejakulat, eine hohe Zahl beweglicher Spermien und ein hoher Anteil jener Spermien, die im Spermiogramm den WHO-Kategorien A und B zugeordnet werden können, offenbar mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein von Spermien assoziiert, die mit langen Flagellen ausgestattet sind und die insgesamt eine große Gesamtlänge aufweisen.

Zum anderen stellte sich heraus, dass bei einer geringen Variation in der Spermiengesamtlänge eines Ejakulats die Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein beweglicher Spermien hoch ist. Allerdings gab es keinen Zusammenhang zwischen Gesamtlänge und Variation in der Länge der Spermienkomponenten sowie den Ergebnissen der CASA-Analyse.

Mossman J et al. : Hum. Reprod 2012; doi:10.1093/humrep/des382

springermedizin.de/ple, Ärzte Woche 3/2013

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