zur Navigation zum Inhalt
 
Urologie 14. Dezember 2011

Datenbank zu Operationen bei Prostatakrebs

Männer, die wegen eines Prostatakarzinoms operiert werden, sind heute im Schnitt 66 Jahre alt. Die Hälfte von ihnen hatte schon vor der Behandlung Erektionsprobleme, und die meisten benötigen heute weniger Bluttransfusionen als noch vor sechs Jahren.

Das ergab eine Analyse von Daten einer deutschen Internet-Datenbank über Prostatakrebs-Operationen. Inzwischen enthält sie Daten von mehr als 14.000 Patienten aus über 40 urologischen Kliniken (www.prostata-ca.net).

Die Daten sind für die Qualitätssicherung wichtig, außerdem für die Beratung der Patienten. Denn inzwischen gibt es viele Therapien, etwa offene und laparoskopische Prostatektomie, Prostatakapsel-Entfernung, äußere Radiatio, innere Bestrahlung mit radioaktiven Kapseln, Kryo- und Ultraschall-HIFU-Therapie sowie Hormonbehandlungen.

Weitere Ergebnisse aus der Datenbank: Alle Behandlungszentren haben ein hohes Niveau. Der Abnahme von Bluttransfusionen und Folge-OPs steht eine Zunahme von Patienten gegenüber, die im fortgeschrittenen Tumorstadium mit Lymphknotenbefall operiert werden.

Schostak, M. et al.: British Journal of Urology BJU International 2011; doi:10.1111/j.1464- 410X.2011. 10356.x

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben