zur Navigation zum Inhalt
 
Urologie 18. Juli 2011

Katheterassoziierte Komplikationen und Liegedauer peripherer Venenverweilkanülen – Eine Literaturübersicht

PROBLEMSTELLUNG: Etwa zwei Drittel der im Krankenhaus aufgenommenen Patienten erhalten einen peripheren Venenzugang. Ein viel diskutierter Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Liegedauer der peripheren Venenverweilkanüle (PVVK), wozu international sehr unterschiedliche Empfehlungen beschrieben werden. ZIEL: Ziel der Arbeit ist aufzuzeigen, ob ein zeitlich festgelegter, routinemäßiger Wechsel der peripheren Venenverweilkanüle bei erwachsenen, stationären Patienten das Risiko eine katheterassoziierte Komplikation zu erleiden verringert. Weiters soll dargestellt werden, ob der Einsatz von Leitlinien für periphere Venenverweilkanülen die Komplikationsrate reduziert. METHODE: In den Datenbanken Medline (via PubMed), CINAHL (via EBSCO-Host), Academic search elite (via EBSCO-Host) und Cochrane Library wurde eine Literaturrecherche von März bis Dezember 2009 durchgeführt. Insgesamt konnten acht Forschungsberichte für diese Literaturarbeit einbezogen werden. ERGEBNISSE: In Bezug auf die Liegedauer können nur wenige Studien einen routinemäßigen Wechsel der peripheren Venenverweilkanüle mit Einschränkung empfehlen, um katheterassoziierte Komplikationen zu vermeiden. Studienergebnisse bestätigen, dass die Orientierung an Leitlinien das Risiko Komplikationen zu erleiden signifikant reduziert. SCHLUSSFOLGERUNG: Ein routinemäßiger Wechsel der Venenverweilkanüle kann nicht verallgemeinert empfohlen werden. Die Liegedauer der peripheren Venenverweilkanüle stellt nur einen der zu berücksichtigenden Faktoren dar. Die subjektive Situation des Patienten muss unbedingt berücksichtigt werden.

F. Falkensteiner, A. Steininger, G. Müller, ProCare 5/2011

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben