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Urologie 1. Dezember 2010

Harnwegsinfekt

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 Epidemiologie

Infektionen der ableitenden Harnwege gehören zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen in der ärztlichen Praxis. Fast jede 2. Frau ist im Laufe ihres Lebens wenigstens einmal davon betroffen. Weiters machen sie rund 40% der nosokomial erworbenen Infektionen aus. Das Erscheinungsbild kann jedoch sehr variabel sein. Sowohl bei einer Zystitis wie auch einer Urosepsis ohne komplizierende Faktoren wird in über 80% E. coli isoliert. Problematisch ist ein deutlicher Anstieg an resistenten Keimen. Bei E. coli findet sich in Österreich eine Resistenzrate gegen Chinolonevon bis zu 17,5%, bei Sulfamethomaxol/Trimethoprim liegen die Resistenzen zwischen 25% und 27%. Gegenüber Aminopenicillinen sind bis zu 44% der Keime resistent. Dabei gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Isolaten aus dem niedergelassenen Bereich und aus den Krankenhäusern. Diese Daten zeigen, dass auch zur Therapie einer einfachen Zystitis die genaue lokale Resistenzrate gekannt und berücksichtigt werden muss. Invasive Infektionserreger wurden bereits seit 2000 durch das European Resistence Surveillance System (EARSS) erfasst. Seit 2008 liegt nun auch ein österreichischer Resistenzbericht für nicht invasive Isolate vor. Diese können im AURES-Bericht des Bundesministeriums abgerufen werden.

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