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Urologie 11. Jänner 2011

Cabazitaxel bei fortgeschrittenem Prostatakrebs

Um 2,4 Monate steigt im Durchschnitt die Überlebensrate durch Cabazitaxel bei fortgeschrittenem multiresistenten Prostatakarzinom.

Ein internationales Team unter der Leitung von Prof. Dr. Johann de Bono von der Royal Marsden NHS Foundation und dem ICR (Institute of Cancer Research) UK steuerte die Phase-III-Studie TROPIC. Diese untersuchte, ob Cabazitaxel im Vergleich zu Mitoxantron die Gesamtüberlebensrate bei Männern mit fortgeschrittenem multiresistentem Prostatakrebs, die bereits mit Docetaxel behandelt worden waren, verbessern kann. 755 Patienten aus 146 Zentren in 26 Nationen wurden erfasst. Sie erhielten randomisiert Mitoxantron oder Cabazitaxel, jeweils in Kombination mit Prednison. Die mittlere Gesamtüberlebensrate lag bei 15,1 Monaten in der Cabazitaxel-Gruppe gegenüber 12,7 Monaten in der Mitoxantron-Gruppe. Die Autoren stellen fest: „Die Cabazitaxel-Behandlung verbesserte das mittlere progressionsfreie Überleben und den Zeitraum der Tumorprogression.“ Unerwünschte Ereignisse traten bei Cabazitaxel häufiger auf. Die häufigsten Nebenwirkungen des Grades 3 oder höher bei Patienten der Cabazitaxel-Gruppe gegenüber der Mitoxantron-Gruppe waren Neutropenie (82 % vs. 58 %) und Durchfall (6 % vs. < 1 %). Zusätzlich zeigten 28 Cabazitaxel-Patienten fiebrige Neutropenie gegenüber fünf Mitoxantron-Patienten.

Quelle: de Bono, J. S. et al. : Lancet 2010; 376: 1147–1154; doi:10.1016/S0140-6736(10)61389-X

www.thelancet.com/PH, Ärzte Woche 2 /2011

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