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Foto: www.mediendienst.com | Foto Wilke
Dr. Mons Fischer, Facharzt für Urologie in 1220 Wien (Ärztezentrum im Donauzentrum), Vorsitzender der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
 
Urologie 30. Juni 2010

20 Jahre für die Kontinenz

Jubiläumstagung im Oktober.

Zum 20-jährigen Jubiläum unserer Gesellschaft wird die heurige Jahrestagung am 5. und 6. Oktober 2010 im Wiener Rathaus abgehalten. Das heurige Motto lautet „Blasen- und Darmfunktionen im Lebenslauf“ und spannt einen Bogen von der Enuresis der Kinder bis zu den Problemen im hohen Alter.

 

In Österreich hat die systematische Inkontinenzhilfe 1990 in Linz begonnen, als sich ein kleiner Kreis von Ärzten, Diplomkrankenschwestern und Physiotherapeuten zur „Medizinischen Gesellschaft für Inkontinenzhilfe“ (erst später dann „Kontinenzgesellschaft“, MKÖ) Österreich zusammenschloss. Einer der Hauptinitiatoren und mein Vorgänger als Präsident der MKÖ ist Prof. Dr. Helmut Madersbacher aus Innsbruck, daher ist der Sitz der MKÖ seither dort.

Ziele waren und sind auch heute noch, Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Inkontinenz zu fördern, sowie durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Betroffene und ihre Angehörigen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Alle Berufsgruppen, die professionell mit der Thematik befasst waren, waren von Beginn an in unserer Gesellschaft eingebunden.

Heute ist die MKÖ mit 500 Mitgliedern maßgeblich an der Vernetzung von Fachärzten (hauptsächlich Urologen, Gynäkologen, Geriater und Neurologen), Ambulanzen, Allgemeinmedizinern, Apothekern, Physiotherapeuten, Pflegeberufen und der Öffentlichkeit beteiligt.

Die Betroffenen haben Anspruch auf eine qualitativ hochwertige Betreuung sowohl im Krankenhaus als auch im niedergelassenen Bereich. Aus diesem Grund zertifiziert die MKÖ seit 2009 geeignete Krankenanstalten als „Kontinenz- und Beckenbodenzentren“ – heuer schon das dritte.

Weiters besteht für niedergelassene Kollegen, die an der Thematik interessiert sind und einschlägige Fortbildungsveranstaltungen besuchen, die Möglichkeit, von der MKÖ als „Beratungsstelle“ zertifiziert zu werden (Informationen unter www.inkontinenz.at). Eine gute Gelegenheit für eine solche Fortbildung ist unsere jeweils im Herbst stattfindende Jahrestagung.

Zum 20-jährigen Jubiläum unserer Gesellschaft wird die heurige Jahrestagung am 5. und 6. Oktober 2010 im Wiener Rathaus abgehalten. Parallel zu unserer wissenschaftlichen Tagung wird ein großer Publikumstag im Festsaal stattfinden. Das heurige Motto lautet „Blasen- und Darmfunktionen im Lebenslauf“ und spannt einen Bogen von der Enuresis der Kinder bis zu den Problemen im hohen Alter. Da ist sicher für jeden etwas dabei, und alle sind herzlich eingeladen, in das Wiener Rathaus zu kommen. Zum Jubiläum ist die Veranstaltung heuer kostenfrei zu besuchen.

 

www.inkontinenz.at

Dr. Mons Fischer, Ärzte Woche 26 /2010

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