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Urologie 28. April 2010

Kein Screenig für alle

Die EAU (European Association of Urology) stellte klar, dass sie nach wie vor kein Prostatakarzinom-Massenscreening empfiehlt.

„Wir sind nicht der Meinung, dass die Zeit für das Massenscreening gekommen ist“, sagte EAU-Sekretär Prof. Dr. Per Anders Abrahamsson. Er wiederholte damit die offizielle Haltung der EAU zu diesem viel diskutierten Thema: Männer sollen von ihren Ärzten ausführlich über Vor- und Nachteile informiert werden, bevor sie sich screenen lassen, etwa mittels PSA-Test.

Die langjährige Debatte wurde unter anderem durch eine rezente Studie wieder angeheizt. In der ERSPC-Studie (European Randomised study of Screening für Prostate Cancer) wurden 162.387 Männer im Alter zwischen 55 und 70 Jahren einem Screening unterzogen. Eine der Schlussfolgerungen daraus war: Männer, die sich entschließen, einen PSA-Test durchführen zu lassen, reduzieren dadurch ihr Risiko, innerhalb von neun Jahren an einem Prostatakarzinom zu sterben, um 31 Prozent, wobei die Autoren davon ausgehen, dass das Ergebnis nach einer längeren Follow-up-Zeit noch besser ausfällt. Allerdings wird auch in diesem Zusammenhang eingeräumt, dass die Möglichkeit der Überdiagnose und Übertherapie sowohl von Ärzten als auch von Patienten vorher in Betracht gezogen werden muss.

www.erspc.org

 

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