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Sportmedizin 12. Juni 2008

Golfspieler gewinnen Lebensjahre

Eine schwedische Studie zeigt, dass Golf eine Freizeitbeschäftigung ist, die zwar nicht übermäßig anstrengend ist, aber große Wirkung hat: Anhänger dieses Sports leben bis zu fünf Jahre länger. Schwedische Forscher lassen mit einer Studie aufhorchen, die unter dem Titel Golf – a Game of Life and Death in der Zeitschrift Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports (30. Mai 2008, doi:10.1111/j.1600-0838.2008.00814.x) veröffentlicht worden ist.
Das Team um Prof. Anders Ahlbom und Bahman Farahmand untersuchte 300.000 Golfspieler und kam zum Ergebnis, dass die Sterblichkeitsrate von Golfern um 40 Prozent niedriger ist als die von Nichtgolfern gleichen Geschlechts, gleichen Alters und mit gleichem sozioökonomischem Status. Dies entspricht einer gewonnenen Lebensdauer von fünf Jahren. Dabei schneiden die besseren Golfer, also diejenigen mit niedrigem Handicap, ab besten ab. Der Effekt war unter Arbeitern übrigens deutlicher als unter Angestellten.
Die Wissenschaftler schließen nicht aus, dass es nicht nur die Sportart allein ist, die für den guten Gesundheitszustand der sportlichen Probanden verantwortlich ist. Vielmehr ist anzunehmen, dass Menschen, die Golf spielen, im Allgemeinen einen gesunden Lebensstil pflegen. Dennoch hat die Sportart selbst offensichtlich eben auch günstige Auswirkungen: „Eine Runde Golf zu spielen bedeutet, vier oder fünf Stunden draußen zu sein und sechs oder sieben Kilometer flott zu gehen. Es ist bekannt, dass das gut für die Gesundheit ist“, kommentiert Prof. Ahlbom die Sportart. „Golf wird bis ins hohe Alter gespielt, und da gibt es auch positive soziale und psychologische Aspekte des Spiels, die hilfreich sind.“ Dass die besseren Golfer besser abgeschnitten haben als die schlechteren, begründen die Autoren damit, dass ein niedriges Handicap eben mit einem regelmäßigeren Training verbunden ist.

Quelle: Aussendung des Swedish Medical University Karolinska Institutet Stockholm

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