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Sportmedizin 6. Juni 2007

Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Die 22. Sportärztewoche in Zell am See war auch im vergangenen Dezember wieder das Mekka von Sportmedizinern, Therapeuten und Traumatologen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Über 130 Teilnehmer diskutierten im Verlauf des Kongresses aktuelle Entwicklungen aus den verschiedenen sportmedizinischen bzw. therapeutischen Schwerpunktbereichen: Doping, Hand- und Fußverletzungen, kardiale Aspekte im Hochleistungssport, aber auch Themen wie Osteo­porose, Schmerz oder Ernährung rundeten das Programm dieser traditionsreichen Veranstaltung an den Ufern des Zeller Sees ab.
Besonders die sehr kontroversiell geführte Diskussion rund um das Thema Doping, das im Lichte der Vorfälle bei der Olympiade in Turin bis zum heutigen Tag das sportliche Tagesgeschehen hierzulande dominiert, wurde durch die persönlichen Erfahrungsberichte von Biathleten und Langläufern des österreichischen olympischen Teams, allen voran Wolfgang Rottmann, aber auch durch die Berichte von deren sportmedizinischen Betreuer hautnah und unmittelbar veranschaulicht. Wie das Feedback zur Sportärztewoche klar gezeigt hat, bietet die praxisorientierte Aufbereitung der diversen wissenschaftlichen Themen in Form berufsspezifischer Fortbildungsmodule wesentliche didaktische Vorteile. Es war ein weiteres Puzzle in jenem Gesamtbild, das die Sportärztewoche in den letzten Jahren als führende medizinische Wintersportveranstaltung im deutschsprachigen Raum widerspiegelte. Auf diesem Erfolg aufbauend, wird sich das Programm der 23. Sportärztewoche vom 2. bis 7. Dezember 2007 noch stärker um die interdisziplinäre, berufsgruppenübergreifende Aufbereitung der wissenschaftlichen Inhalte bemühen. Inhaltlich werden 2007 neben den klassischen sportmedizinischen Updates zum alpinen Winter- und Rennsport Themen wie Wirbelsäulenverletzungen, Rückenschmerz, Gangstörungen, internistische Leistungsdiagnostik, pulmologische und kardiologische Erkrankungen, Nikotinmissbrauch, Wirbelsäulen-Traumatologie, interventionelle Schmerztherapie und minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie, Neurologie des Wirbelsäulenscherzes, Bildgebung (CT/MRT) etc. behandelt. Besonders heiße Diskussionen wird es sicherlich auch zum großen Themenblock „Alternative und komplementäre Behandlungsmöglichkeiten in der Sportmedizin“ geben. Hier werden Therapieverfahren wie Osteopathie, Cranio­sacrale Therapie, Bioenergetik, Magnet­therapie, Homöopathie, Akupunktur etc. vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Evidenz neu bewertet und auf ihren Einsatz in der klinischen Routine hin überprüft.
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine kurze Auswahl der unterschiedlichen Themen, die bei der letzten Sportärztewoche in Salzburg diskutiert wurden. Wir hoffen, Sie haben ein anregendes Leseerlebnis und würden uns freuen, Sie vom 2. bis 7. Dezember 2007 bei der 23. Internationalen Sportärztewoche in Zell am See begrüßen zu dürfen.

Prim. Dr. Andreas Winkler, MSc
Dr. Erich Altenburger

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