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Sportmedizin 26. April 2016

Kein Sport vor dem Ultraschall

Verdacht auf Rheuma? Vor Arztbesuch ein paar Ruhetage einlegen.

Körperliche Anstrengung am Vortag des Ultraschalls erschwert die Diagnose von Gelenkrheuma. Das zeigen Ergebnisse einer spanischen Studie.

Wer sich bei Verdacht auf entzündliches Rheuma einem Gelenkultraschall unterzieht, sollte vorher auf Sport verzichten. Denn dies kann die Diagnose erschweren. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in der „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ hin. „Um Unsicherheiten auszuschließen, sollte man vor einem Gelenkultraschall ein paar Ruhetage einlegen“, sagt Professor Marina Backhaus, Chefärztin der Abteilung Innere Medizin – Rheumatologie und Klinische Immunologie an der Park-Klinik Weißensee in Berlin.

Die Expertin verweist auf eine Studie aus Spanien: Die Wissenschaftler hatten bei Probanden, die sich am Vortag körperlich betätigten, deutlich häufiger Hinweise auf eine Synovitis registriert als bei Kontrollpersonen. „Eine solche Synovitis kann Folge einer rheumatischen Erkrankung sein, muss es aber nicht“, erläutert die Rheumatologin. Manchmal sei die Ursache nur eine Überanstrengung oder Überreizung, so die Expertin.

Ultraschalluntersuchungen eignen sich sehr gut zur Frühdiagnostik rheumatischer Erkrankungen. Neben dem gewöhnlichen B-Mode Ultraschall setzen Ärzte dabei auch den Doppler-Ultraschall ein.

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