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Sportmedizin 1. Juni 2015

Harte Bandagen

Fußball ist eine Risikosportart, sagen Sport-Orthopäden. Wie das Beispiel Alaba zeige, bringt der Sport oft erhebliche Knieverletzungen mit sich.

„Meniskusverletzungen gehören zu den häufigsten Verletzungsarten beim Sport. Vor allem so genannte „Stop-and-Go-Sportarten“, bei denen ruckartige Bewegungen durchgeführt werden, sind absolute Risikosportarten“, sagt Dr. Michael Enenkel. „Dazu zählen etwa Fußball, Tennis, Squash oder Handball.“ Enenkel ist Oberarzt im Orthopädischen Spital Speising in Wien, leitet dort das Spezialteam Knie-Rekonstruktionen. „Üblicherweise erfolgt eine Schädigung des Meniskus durch eine schräge Krafteinwirkung wie eine Drehbewegung des Körpers bei fixiertem Fuß und gebeugtem Kniegelenk“.

Nähen müsste man können

Die Folgen sind Schmerzen, die sich bei Drehbewegungen und beim Hocken verstärken und sich oftmals in stechender Art äußern. Häufig treten auch mechanische Symptome wie Klicken, Schnappen oder sogar Blockaden auf. Enenkel: „Der primäre Behandlungsweg ist eine Operation. Dabei wird der verletzte Meniskus wenn möglich genäht; dislozierte Teile werden entfernt. Für diese Operation muss gehöriges Fachwissen mitgebracht werden - viel Erfahrung und Geschicklichkeit beim Nähen. Der Experten-Tipp für Hobbysportler, die öfters spielen: „Eventuell mit Anleitung eines Physiotherapeuten Übungen für eine gute muskuläre Stabilisierung und Koordination durchführen.“

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