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Sportmedizin 4. Februar 2013

Hirnschädigung nach Boxkampf ist messbar

Amateurboxer weniger gefährdet als Profis.

 Forscher an der Sahlgraska Akademie der Universität Göteborg ist es gelungen, anhand von Untersuchungen des Hirnwassers von Boxern die Schädigung des Gehirns nach einem Boxkampf zu messen. Durch wiederholte Messungen lässt sich der Gesundungsprozess verfolgen, sodass der Boxer nicht wieder zu früh in den Ring steigt. Denn gerade wenn das Gehirn noch besonders empfindlich für neue Verletzungen ist, sollten Schläge vermieden werden.



Im vergangenen Jahrhundert starben zehn Profiboxer jährlich infolge von Verletzungen im Ring. Die meisten nach einem Knock-out, fanden die Professoren Kaij Blennow und Henrik Zetterberg im Rahmen ihrer Untersuchung heraus. Jeder dritte Profiboxer leidet nach dem Ende seiner Karriere unter Gedächtnisverlust oder hat Sprachprobleme. Sehr viel weniger gefährdet seien Amateurboxer, die weniger Runden absolvieren und deren Kämpfe bei Verletzungsgefahr häufiger abgebrochen würden, so Blennow.

Eine mögliche Maßnahme zum Schutz der Boxer sei das Verbot von Schlägen an den Kopf. "Insbesondere bei jungen Boxern, deren Nervensystem empfindlicher ist", sagt Blennow. Eine andere Option seien weniger Runden für Profiboxer, ein Kopfschutz und eine bessere Polsterung der Boxhandschuhe.

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