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Sportmedizin 14. November 2011

Die sportärztliche Untersuchung (SPU) Sinn oder Unsinn?

Die sportärztliche Untersuchung (SPU) und deren Nutzen, ein immer wieder diskutiertes Thema, welches vor allem durch plötzliche Herztode neu angeregt wird. Ziel des Artikels war es den momentanen Stand von Vorschriften bzgl. SPU in der Schweiz, in den vers. Ländern und in internationalen Verbänden aufzuzeigen.

Ausserdem wird der kritische Blick auf die momentane Evidenzlage einer solchen Untersuchung und die Diskussion von Finanzierung oder Haftbarkeit des Arztes gerichtet. Nebst ausgiebigem Literaturstudium wurden Daten mittels Umfragen erhoben.
Es zeigte sich, dass in den verschiedenen Organisationen Vorschriften bestehen. Am Beispiel der Schweiz konnte gezeigt werden, dass trotz Fehlen von gesetzlichen Vorschriften die SPU von Sportverbänden durchgeführt wird.

Was eine SPU umfassen sollte, ist in den meisten Fällen bekannt und die Empfehlungen variieren bis auf kleine Unterschiede nicht stark. Es konnte aber gezeigt werden, dass jeweils zu den einzelnen Untersuchungsteilen sehr wenig Evidenz und fast keine Daten vorhanden sind. Betrachtet man hingegen die sportärztliche Untersuchung als Ganzes, zeigt sich, dass ein konsequent durchgeführtes Sportlerscreening einen positiven Effekt auf die Inzidenz des plötzlichen Herztodes hat. So das Resultat einer italienischen Studie.


Mit der Diskussion über eine flächendeckende Einführung, stellen sich einige Fragen. Diese stellen z. T. zwar Hürden dar, sind aber keinesfalls unüberwindbare Hindernisse, die als Vorwand gegen eine flächendeckende SPU eingesetzt werden dürfen. Die SPU sollte jedem Sportler empfohlen werden und es sollten weitere Anstrengungen unternommen werden, welche auf das Ziel einer flächendeckenden Einführung hinarbeiten.

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