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Abb. 1: Verletzungshäufigkeiten der 4 untersuchten Altersklassen

Abb. 2: Verletzungshäufigkeiten bei Skifahrern

Abb. 3: Verletzungshäufigkeiten bei Snowboardern

© flickr.com / afroboof

Abb. 4: Rodeln als „gesellschaftliches Ereignis“

 
Sportmedizin 12. September 2011

Wintersportverletzungen

Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten

Seit 1993 werden an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Salzburger Landeskliniken die Daten, der bei der Ausübung einer Wintersportart verletzten Patienten, anhand von Fragebögen erhoben und ausgewertet.

Erhoben wurden: Name, Alter und Geschlecht der Sportler, weiters Größe und Gewicht, Unfallhergang und Unfallzeitpunkt. Außerdem erhoben wir Angaben über die benutzte Ausrüstung, v. a. Schutzausrüstung, die professionelle Wartung der Sportgeräte, die Geländebeschaffenheit und den Schwierigkeitsgrad der Piste sowie die Schneeverhältnisse. Aus der Krankengeschichte erhoben wir die Diagnosen, die Verletzungsschwere, die Therapie, gegebenenfalls die Anzahl und Art der Operationen sowie die Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Auch fragten wir nach einer eventuell vorliegenden Alkoholisierung bzw. nach dem Einfluss von Medikamenten. Diese Fragen werden jedoch meist aufgrund befürchteter versicherungstechnischer Konsequenzen negiert oder nicht beantwortet, und konnten daher auch nicht statistisch ausgearbeitet werden.

Die Salzburger Landeskliniken befinden sich nicht unmittelbar an ein größeres Schigebiet angrenzend. Das Gesamtaufkommen von Patienten in Krankenhäusern in den Schigebieten ist naturgemäß höher, es findet allerdings eine Selektion der mehrfach- und schwerstverletzten Patienten hin zum Zentralkrankenhaus statt. Verstärkt wird dies ins besonders durch die Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie der Kinderchirurgie.

Durch die jahrelange Aufarbeitung unserer Patientendaten können somit genaue Statistiken über den Wandel der Verletzungsmuster sowie deren Häufigkeiten geliefert werden.

Pro Saison werden an unserer Klinik zwischen 400 und 700 Patienten ab dem vollendetem 15 Lebensjahr (Jüngere werden an der Universitätsklinik für Kinderchirurgie versorgt) behandelt. Die Verletzungszahlen wurden retrospektiv mit den Verkaufszahlen der Wintersportindustrie verglichen und zeigten deutliche Korrelationen sowie unmittelbare Auswirkungen neuer Sporttrends.

Statistische Auswertung

Neben den verletzungsträchtigsten Wintersportarten werden die Alters-Geschlechts- und Verletzungsverteilung allgemein und für die Sportarten im Speziellen ausgewertet. Außerdem versuchten wir über die Jahre aus unseren Daten auch Aussagen über die Möglichkeiten der Unfall- und Verletzungsprävention zu treffen.

Die 5 meistbetroffenen Sportarten im Winter sind Schifahren (53–72 %), Snowboarden (14–23 %), Eislaufen (3–9 %), Rodeln (2–6 %) und Langlaufen (1–3 %).

Von den behandelten Patienten waren zwischen 60 % und 66 % Männer mit einem Durchschnittsalter von 35,2 (33,8–36,7) Jahren.

Das Durchschnittsalter der Frauen betrug 37,1 (36,5-38,1) Jahre.

Die Behandlung erfolgte bei knapp 80 % der Patienten ambulant, von den stationären Patienten wurden 19,5 % operativ und 80,5 % konservativ therapiert.

Wir unterteilten die Verletzten in 4 Altersgruppen: Bis 30 Jahre, 31–45 Jahre, 46–60 Jahre und Personen über 60 Jahre. Dabei zeigte sich ein Häufigkeitsgipfel der unter 30-Jährigen (Abbildung 1) mit einem stetigen Abfall mit zunehmendem Alter. Innerhalb der einzelnen Altersgruppen zeigte sich die höchste Anzahl an Schwer- und Schwerstverletzten bei der Altersgruppe der über 60-Jährigen.

Verletzungsstatistik der Schifahrer

Beim Schifahren verletzten sich mit 53–72 % die meisten unserer Patienten aus der Wintersportgruppe.

Knapp 2/3 der Patienten waren männlich. Das Durchschnittsalter der Männer betrug 41, das der Frauen 39 Jahre.

Die häufigste Unfallart war der selbstverschuldete Sturz (73 %) im Schwung oder beim Geradeausfahren.

Immerhin 11 % der Patienten verletzten sich bei Kollisionen mit Personen oder Gegenständen.

Die meisten Unfälle ereigneten sich an Sonn - und Feiertagen bzw. in der Ferienzeit.

Der Tageszeitpunkt zeigte einen Gipfel kurz vor Mittag und zwischen 15:00 und 16:30 Uhr, wobei hier sicher ein gewisser Erschöpfungs-Effekt eine Rolle spielt.

(Diese Daten gelten in gleicher Weise für alle Pistensportler)

Die meisten Verletzungen ereigneten sich bei Pulver- und Kunstschnee (58 %).

Die Verletzungen der Alpinschifahrer (Abbildung 2)

55 % der Verletzungen waren leicht, 31 % schwer und 14 % der Patienten waren mehrfach schwer verletzt und/oder intensivstationspflichtig. Bei den leichten und schweren Verletzungen überwog das weibliche, bei den schwerstverletzten und polytraumatisierten Patienten das männliche Geschlecht.

Zur Einschätzung des Fitnessgrades zogen wir den Body-Mass-Index heran.

Im Schnitt betrug dieser 24,3, war also im oberen Normbereich angesiedelt.

Mit 41,3 % waren aber doch relativ viele Patienten übergewichtig, was über die Jahre eine ansteigende Tendenz aufweist.

Die Verletzungsverteilung zeigte eine eindeutige Dominanz der Extremitätenverletzungen.

Durch die Charakteristik des Schisportes sind die Knieverletzungen mit 30,2 % dominierend. An erster Stelle fanden sich Meniskusschäden, gefolgt von Seitenbandverletzungen und Kreuzbandrupturen, danach Prellungen und Distorsionen ohne intraartikuläre Begleitverletzungen sowie Frakturen der proximalen Tibia.

Kopfverletzungen lagen bei 9,3 % der Patienten vor. 58,3 % dieser wiesen schwere Verletzungen auf, wobei in über einem Drittel aller Kopfverletzungen eine Beteiligung des Gesichtschädels vorlag. Diese zeigten sich häufig kombiniert mit Frakturen des Gehirnschädels sowie intrakraniellen Blutungen. Über die Jahre konnten wir einen klaren Anstieg an Helmträgern unter den verletzten Schifahrern beobachten.

Wirbelsäulenverletzungen machten 7,6 % der behandlungswürdigen Traumen aus. Hier lagen in 44 % schwere Verletzungen vor, was sich hauptsächlich durch Sekundärtransporte aus umliegenden Spitälern erklärt. In mehr als 6 % lagen zusätzlich auch neurologische Ausfälle vor. Auch bei Rückenprotektoren zeigte sich ein ansteigender Trend über die Jahre.

Verletzungsstatistik der Snowboarder (Abbildung 3)

Die Snowboarder waren mit 14–23 % die zweitgrößte Gruppe unserer Patienten der Wintersportverletzten. Knapp 70 % der Patienten waren männlich. Das Durchschnittsalter der Männer betrug 23,8 Jahre, das der Frauen 22,6 Jahre. Die Verletzten sind also deutlich jünger als bei den Schifahrern. Auch der durchschnittliche BMI war mit 22,1 niedriger als bei den Alpinschifahrern.

13,1 % der Patienten waren übergewichtig, wobei sich auch hier ein stetiger Anstieg im Verlauf der Jahre zeigt.

Die häufigste Unfallart war der selbstverschuldete Sturz (87 %) im Schwung, beim Sprung oder beim Geradeausfahren.

5,5 % der Patienten verletzten sich bei Kollisionen mit Personen oder Gegenständen.

Besonders bei schwierigen eisigen Pistenverhältnissen steigt die Verletzungshäufigkeit, da mit dem Snowboard schlecht Halt gefunden wird.

Die Verletzungen der Snowboarder

70 % der Verletzungen waren leicht, 23 % schwer und 7 % der Patienten waren mehrfach schwer verletzt. Die Geschlechtsverteilung war in etwa ausgeglichen.

Aufgrund des Fahrverhaltens erkennt man eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit der oberen Extremität.

Verletzungsstatistik der Eissportler

Die Eisläufer sowie Eishockeyspieler machten etwa 5 % der verletzten Wintersportler aus. Das Durchschnittsalter betrug Anfang 30.

Die meisten Unfälle passierten hier durch selbstverschuldete Stürze auf das Eis, seltener, besonders beim Eishockeyspiel Kollisionen mit Gegnern oder der Bande. Die am häufigsten verletzten Regionen waren das Handgelenk, 34,1 %, Schulter und Thorax, jeweils 17,1 %, Sprunggelenk 14,6 % und Beckenverletzungen mit 7,3 %.

Verletzungsstatistik der Rodler

Beim Rodeln handelt es sich selten um echte Sportler, da Rodeln vielfach als „gesellschaftliches Ereignis“ auf einer Hütte mit anschließender Abfahrt betrieben wird (Abbildung 4).

Die konsumierte Menge an Alkohol spielt sicherlich eine Rolle, kann aber nicht aussagekräftig ermittelt werden, da wir den Laborwert nur bei den stationären Patienten erheben und die befragten Unfallopfer aus Angst vor versicherungstechnischen Konsequenzen keine ehrlichen Angaben machen.

Das Durchschnittsalter betrug knapp 38 Jahre. Männliche Patienten wurden doppelt so häufig an unserer Klinik behandelt als Frauen. Meist verunfallten unsere Patienten durch Kollisionen mit Gegenstände (Pistenbegrenzung, Bäume, Bande). In 1/5 der Fälle waren Kollisionen zweier Rodler die Verletzungsursache. 52,6 % der Verletzungen waren leicht, beachtliche 47,4 % waren schwere Verletzungen.

Es wurden von uns hauptsächlich Verletzungen der untere Extremität sowie des Brustkorbs inklusive Wirbelsäule festgestellt. Aber auch Kopfverletzungen waren bei ca. 10 % der Verletzten vorliegend. Zu erwähnen ist weiters, dass keiner der bei uns behandelten Rodler in irgendeiner Form Schutzbekleidung trug.

Verletzungsstatistik der Langläufer

Der Langlauf stellt traditionell eine wenig verletzungsträchtige Sportart dar. Das Durchschnittsalter betrug Anfang 50. Nur 2 % der Patienten verletzten sich so schwer, dass eine stationäre Behandlung daraus resultierte. 75 % der Verletzungen betrafen die obere Extremität.

Die heurige Saison (Winter 2010/2011)

In der noch laufenden Saison behandelten wir 59,4 % Schifahrer, gefolgt von den Snowboardern (19,1 %), den Rodlern mit 9,6 %, den Langläufern mit 7,2 % und den Eisläufern mit 4,8 %.

Es wurden hauptsächlich leichte Verletzungen behandelt, der Großteil der Patienten konnte nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen werden. Es gab jedoch auch in dieser Saison wieder ca. 30 % schwere und schwerste Verletzungen zu therapieren. Ein Patient mit schweren Schädel- und Wirbelsäulenverletzungen verstarb noch im Schockraum. Von den stationär aufgenommenen Patienten mussten sich 34 % einer Operation unterziehen.

Mit knapp einem Drittel aller Verletzungen (Mehrfachnennungen waren möglich) bei den Schifahrern sowie etwa einem Fünftel bei den Snowboardern zählen Knieverletzungen zu den Hauptaufgaben einer Unfallchirurgischen Abteilung. Neben Kontusionen und Bandzerrungen, welche funktionell therapiert werden können, zählen vor allem Meniskusrupturen und Bandrupturen (Seitenbänder und Kreuzbänder) zu den häufigsten Verletzungen.

Kopfverletzungen lagen bei 13,6 % der Patienten vor. 58,3 % dieser wiesen schwere Verletzungen auf, wobei in über einem Drittel aller Kopfverletzungen eine Beteiligung des Gesichtsschädels vorlag.

Entwicklung der Verletzungen in den letzten Jahren

Besonders bei den Schifahrern konnte man die Entwicklung der technischen Ausrüstung und die damit veränderten Verletzungsmuster über die Saisonen verteilt beobachten.

Ab etwa den Jahren 2001/2002 konnte man den Anstieg der verwendeten Carvingschi und der damit deutlich angestiegenen Zahl der Verletzten beobachten. War die Rutschphase bei den weniger oder nicht taillierten Schi eine wesentlich längere, spiegelte sich das aggressivere Kurvenverhalten der Carvingschi, besonders in deren Anfängen, deutlich in den Verletzungen der unteren Extremität und dabei wieder besonders in den Knieverletzungen wider.

Insgesamt konnte man beobachten, dass über die Jahre die Technik der taillierten Schi sowohl bei den geübteren, als auch bei den Ungeübteren bis hin zum Anfänger erlernt und letztlich beherrscht wurde.

Letztendlich hat die stärkere Taillierung der Schi auch zur Folge, dass die ungeübteren Fahrer die Schwünge leichter drehen konnten. Dies brachte über die Jahre ein breiteres Publikum auf die Pisten.

Als Reaktion auf den Carvingstil konnten wir in den letzten Jahren aber auch eine Änderung in der Pistenbeschaffenheit und Präparierung beobachten. Die Pisten wurden breiter und kompakter angelegt.

Damit stiegen auch die Unfälle im höheren Geschwindigkeitsbereich, sowie die Anzahl der Kollisionen an. Die technische Verbesserung der Aufstiegshilfen führte nicht zuletzt zu einer geringeren Zeit am Lift, was zu einer dichteren „Bevölkerung“ der Pisten führte.

Der Kunstschnee ist bei der Pistenpräparierung nicht mehr wegzudenken.

Der Anteil am natürlichen Schnee ist phasenweise sehr gering. Die Pisten sind damit härter und die Sturzräume gestalten sich in solchen Phasen gefährlicher.

Protektoren

Immer wieder wird die Frage nach Protektoren bis hin zur gesetzlichen Verpflichtung diskutiert. Beim Schifahrer betrifft dies in erster Linie den Helm und in den letzten Jahren den Rückenprotektor, beim Snowboarder zusätzlich auch Handgelenksprotektoren. Gesamtgesehen konnten wir beobachten, dass seit unseren Erhebungen das Tragen von Schutzausrüstung stetig zugenommen hat.

So gaben in der heurigen Saison bereits 70 % der verletzten Schifahrer und 61 % der Snowboarder an, beim Unfall einen Helm getragen zu haben. Auch das Tragen der Rückenprotektoren hat im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich zugenommen (heuer 7 % der Schifahrer und 28 % der Snowboarder), wobei erwähnt werden muss, dass der Rückenprotektor bei axialen Traumen Wirbelverletzungen nicht verhindern kann.

Trotz des bisher höchsten Anteils an Helm- und Rückenprotektor-Trägern, nehmen die Schädel und WS-Verletzungen nicht ab. Dies zeigt, dass die Entwicklung des Pistensportes die Notwendigkeit von Schutzausrüstung unterstreicht.

11 % der beim Snowboarden verletzten Patienten trugen einen HG-Protektor.

Fitness

Als indirekten Parameter für den Trainingszustand unserer Patienten ziehen wir den Body-Mass-Index (BMI) heran. Die Fragen nach dem eigenen Fitnessgrad und Können werden zwar auch erhoben, sind aber sehr subjektiv und die Antworten daher meist zu hoch angesetzt.

Der durchschnittliche BMI bewegte sich im oberen Normbereich und blieb relativ konstant. Man konnte aber dennoch eine gewisse Verschiebung beobachten: Über die Jahre konnte man ein gesteigertes Fitnessbewusstsein beobachten. Der Breitensportler trainiert über das gesamte Jahr regelmäßiger als noch vor einigen Jahren. Dies betrifft auch ältere Sportler.

Gleichzeitig nahmen aber auch die Zahlen der übergewichtigen Patienten (BMI deutlich über 25) in den letzten Jahren in allen Gruppen, aber insbesondere bei den unter 30-Jährigen, zu.

Conclusio:

Analysiert man die vorliegenden Daten der letzten Jahre, so erkennt man im Wesentlichen gleichbleibende Verletztenzahlen durch den Wintersport. Alarmierend ist festzustellen, dass der Anteil der Schwer- und Schwerstverletzten in unserem Patientengut in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg verzeichnete. Die Ursache ist einerseits in der steigenden Anzahl an Wintersportlern zu sehen, weiters durch die höheren Geschwindigkeiten, die beim Carven erreicht werden, begünstigt auch durch die immer besser werdende Präparierung der Pisten.

Die Verteilung der verletzten Körperregionen zeigt sich über die Jahre im Wesentlichen konstant.

Versucht man präventive Möglichkeiten zur Unfallvermeidung oder zur Reduktion der Unfallfolgen zu identifizieren, so findet sich an erster Stelle sicherlich das Kennen und Einhalten der Pistenregeln.

Carvingschi und perfekt präparierte Pisten führen zu einem erhöhten Tempo auf den Pisten, was den wenig geübten Schifahrer in einer Gefahrensituation technisch an sein Limit bringen kann. Mangelnde Kondition (unterstützt durch die kürzer werdenden Erholungsphasen durch kürzere Wartezeiten und die zunehmende Geschwindigkeit der Aufstieghilfen) oder fehlende Praxis steigern das Verletzungsrisiko.

Immerhin 11 % unserer Schifahrer verletzten sich direkt bei Kollisionen, die Anzahl derer, die bei Ausweichmanövern zu Sturz gekommen sind, dürfte diesen Prozentsatz deutlich erhöhen. Beunruhigend ist die zunehmende Anzahl der Kopfverletzung trotz mittlerweile weit verbreitetem Tragen von Schihelmen. Auch eine stetige Zunahme an tödlichen Wintersportunfällen ist zu beklagen.

Es ist zu vermuten, dass durch Schihelme und andere Schutzausrüstungen die schwersten Verletzungen mit Todesfolge im Wintersport reduziert werden können. Letztlich glauben wir mit Aufklärung und Sensibilisierung der Sportler für Fitness, Schutzausrüstung und Wartung des Sportgerätes aber auch durch nicht übertriebene „Aufrüstung“ der Sportindustrie etliches in die richtige Richtung erreichen zu können. Ob ein gesetzliches Eingreifen in den Hobbysport sinnvoll ist, sei dahingestellt, vor allem da auch eine Überwachung der Einhaltung nicht durchführbar erscheint.

Korrespondenz: Dr. Clemens Hübner Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie Salzburger Landeskliniken Müllner Hauptstraße 48 A-5020 Salzburg Tel.: +43(0)662 4482-55011 Fax: +43(0)662 4482-55018 Email:

1 Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, Salzburger Landeskliniken

Tabelle 1 Die allgemeine Verletzungsverteilung der Wintersport-Patienten
Knie 23,9 % (19,9-26,8 %)
Schulter 19,5 % (17,7- 20,8 %)
Hand/HG 14,5 % (13-18,6 %)
Thorax 11,6 % (8-13,6 %)
Kopf/Gesicht 9,8 % (5-12,7 %)
WS 9,7 % (7-13,9 %)
Arm 7,5 % (5,9- 9 %)
Fuß/SG 5,2 % (3,5-6%)
Bein 4,9 % (3,5-6,3 %)
Becken 3,3 % (2-4,3 %)

Clemens Hübner1, Robert Bogner1 und Herbert Resch1, Sport- und Präventivmedizin 2/2011

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