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Sportmedizin 22. September 2010

Olympische Verletzungen ausgewertet

Jeder zehnte Athlet bei Olympischen Winterspielen kommt verletzt zurück, jeder vierzehnte krank.

Eine schmerzliche Bilanz ziehen internationale Forscher für die Winterspiele 2010, die im Februar in Vancouver stattgefunden haben. Die Autoren berichten, dass die knapp 2.600 erfassten Sportler 287 Verletzungen und 185 Erkrankungen erlitten haben. Die meisten Verletzungen gab es bei Bobfahrern, Eishockey-Spielern sowie bei den Disziplinen Short Track, Alpine Freestyle und Snowboard Cross, wo jeweils bis zu 35 Prozent krank oder verletzt wurden. Die sichersten Sportarten mit Raten unter fünf Prozent sind demnach die Nordischen wie etwa Biathlon, Langlaufen, Schispringen und die nordische Kombination sowie Curling, Eisschnelllauf, Buckelpiste-Freestyle und Rodeln. Ein Rodler starb allerdings im Training. Frauen verletzten sich häufiger als Männer (13 vs. 9 %). Am häufigsten waren Kopf, Rücken oder Knie betroffen, wobei die Verletzungen insgesamt etwa gleich oft im Training wie im Wettkampf geschahen. Für jeden vierten verletzten Sportler bedeutete dies das Aus für Training oder Wettkampfteilnahme.

Quelle: Engebretsen, L. et al.: British Journal of Sports Medicine; 2010; 44: 772–80; doi:10.1136/bjsm.2010.076992

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