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Foto: photos.com
Ob transgene DNA hinter der Leistung steht, ist nun feststellbar.
 
Sportmedizin 8. September 2010

Einfacher Bluttest für Gendoping

Ein neues Verfahren stellt einen Gentransfer noch Monate nach dem Wettkampf fest.

Forscher der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und des Universitätsklinikums entwickelten einen Test, mit dem eindeutig erkannt werden kann, ob transgene DNA (tDNA) in Blutproben vorhanden ist oder nicht. Transgene DNA stammt nicht von dem Untersuchten selbst, sondern wurde, etwa über Viren, in dessen Körper eingeschleust, um an Ort und Stelle leistungssteigernde Stoffe wie Erythropoetin (EPO) zur Bildung von roten Blutkörperchen herzustellen. Die Effektivität dieses Verfahrens konnte jetzt, zunächst im Mausmodell, belegt werden. Sogar noch zwei Monate nach der Genspritze in die Muskulatur konnten die Forscher anhand von sehr kleinen Blutproben sicher unterscheiden, bei welchen Tieren Gendoping stattgefunden hat und bei welchen nicht. Die sichere und fehlerfreie Anwendung des Nachweisverfahrens wurde anschließend im Rahmen einer Spezifitätsprüfung an 327 Blutproben von Leistungs- und Freizeitsportlern nachgewiesen. Finanziell unterstützt wurde die Entwicklung von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Quelle: Beiter, T. et al.: Gene Therapy 2010; doi: 10.1038/gt.2010.122

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