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Der Vorteil von Ausdauersport für die Herzgesundheit lässt sich offenbar in einer U-Kurve darstellen: In hohem Ausmaß betrieben, nimmt er wieder ab.
 
Sportmedizin 30. März 2010

Marathonläufer neigen zu Herzerkrankungen

Übermäßiges Ausdauertraining erhöht den Blutdruck.

Intensives Ausdauertraining steht mit arterieller Wandsteifigkeit in Verbindung. Das lässt befürchten, dass solche Trainings auf Dauer negative Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben.

 

Eine griechische Studie ergab, dass männliche Marathonläufer signifikant häufiger arterielle Versteifungen aufwiesen als Personen mit einem vergleichbaren Gesundheitszustand, die gemäßigte Freizeitsportaktivitäten ausübten. Frauen wurden in der Untersuchung nicht berücksichtigt.

Studienautorin Dr. Despina Kardara, Hippokration Hospital, Athen, Griechenland, erklärte: „Es hat den Anschein, dass das kardiovaskuläre System wie der Motor eines Sportwagens ist: Wird er nicht verwendet, geht er kaputt, aber läuft er zu lange zu schnell, kann er ausbrennen.“

Die Forscher werteten Blutdruck und Arterienelastizität von 49 gesunden Männern aus, die regelmäßig an Marathonläufen teilnahmen. Ihre Daten wurden mit denen einer Kontrollgruppe von 46 Personen verglichen, die kein so intensives Training absolvierten. Die Marathonläufer hatten deutlich höhere systolische (126±15 gegenüber 115±12) und diastolische Blutdruckwerte (78±10 vs.71±9). Dasselbe galt für die Pulswellengeschwindigkeit (6.9±1 vs. 6.3±1), ein Hinweis auf eine erhöhte arterielle Wandsteifigkeit.

 

Dr. Vlachopoulos: „Marathon Runners Have Increased Aortic Stiffness“. ACC-Kongress 2010 des American College of Cardiology, Atlanta, USA, 14. bis 16. März 2010

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